unübertrefflich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-über-treff-lich (computergeneriert)
formal verwandt mitübertreffen
eWDG, 1976

Bedeutung

nicht zu übertreffen
Beispiele:
sie ist eine unübertreffliche Köchin
er ist auf diesem Gebiet unübertrefflich
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

treffen · Treff1 · Treffen · Treff3 · Treffer · trefflich · Treffpunkt · treffend · betreffen · betroffen · eintreffen · übertreffen · unübertroffen · unübertrefflich · zutreffen
treffen Vb. ‘(mit einem Wurf, Schlag, Schuß) das Ziel erreichen, mit jmdm. zusammenkommen, jmdm. (zufällig) begegnen’, reflexiv unpersönlich ‘sich in bestimmter Weise fügen, in bestimmter Weise geschehen’, ahd. treffan (8. Jh.), mhd. treffen ‘(ein Ziel) erreichen, berühren, an-, betreffen, feindlich zusammentreffen, kämpfen’, asächs. drepan, mnd. drēpen, drāpen, mnl. drēpen ‘schlagen, treffen, berühren’ (nl. treffen aus dem Hd.), aengl. drepan ‘treffen, schlagen, töten, besiegen’, anord. drepa ‘schlagen, stoßen, töten’, schwed. dräpa ‘totschlagen’ führen auf germ. *drepan ‘schlagen’; sichere außergerm. Verwandte finden sich nicht. Innerhalb des Germ. gehören hierher mhd. tref, nhd. Treff1 m. (bis 19. Jh.) ‘Schlag, der trifft, das Zusammentreffen’, aengl. gedrep ‘Streich, Schlag’, drepe ‘Schlag, Totschlag’, anord. drāp ‘Totschlag’. S. auch ↗vortrefflich. Treffen n. ‘kleinere Kampfhandlung, Gefecht’ (15. Jh.), ‘Gefechtseinheit’ (18. Jh.), mhd. treffen ‘feindliches Zusammentreffen, entscheidender Schlag, Kampf’, substantivierter Infinitiv von mhd. treffen ‘dem Feind begegnen’; dazu die Wendung etw. ins Treffen führen ‘etw. als Begründung, Beweis anführen’. In neuerer Zeit ‘geplante Begegnung, Zusammenkunft zu einem bestimmten Zweck’ (1. Hälfte 20. Jh.). Treff3 m. ‘Zusammenkunft, Ort der Begegnung’ (Mitte 20. Jh.), nicht an oben genanntes Treff anknüpfend, sondern neu gebildetes Kurzwort für Treffen bzw. Treffpunkt. Treffer m. ‘Wurf, Schlag, Schuß, der trifft’ (Ende 16. Jh.), ‘Gewinn in einer Lotterie, gewinnbringendes Los’ (Mitte 18. Jh.), übertragen ‘was gelingt, glückt, von Erfolg gekrönt ist’ (19. Jh.), mhd. treffære ‘wer trifft, Treffender’. trefflich Adj. ‘durch innere Vorzüge, durch menschliche Qualität ausgezeichnet, vorzüglich’, mhd. tref(fe)lich, treffenlich. Treffpunkt m. ‘Ort, wo man einander begegnet, miteinander zusammenkommt’ (Ende 19. Jh.). treffend Part.adj. ‘etw. genau, präzise wiedergebend, richtig, wahr’ (2. Hälfte 18. Jh.). betreffen Vb. ‘angehen, sich beziehen auf, widerfahren, bestürzt machen’, älter auch ‘antreffen, ertappen’ (16. Jh.), dazu (das auch adjektivisch gebrauchte) Part. Prät. betroffen ‘bestürzt, unangenehm überrascht’ (18. Jh.). eintreffen Vb. ‘zu einer bestimmten Zeit an einem Ort ankommen, wahr werden, sich ereignen’ (16. Jh.). übertreffen Vb. ‘(auf einem bestimmten Gebiet, in bestimmter Hinsicht) besser sein, über etw. hinausgehen’, ahd. ubartreffan (um 900), mhd. übertreffen; unübertroffen Adj. ‘einzig dastehend, bisher noch nicht übertroffen’, unübertrefflich Adj. ‘nicht zu übertreffen’ (beide 2. Hälfte 18. Jh.). zutreffen Vb. ‘richtig sein, den Tatsachen, dem Sachverhalt entsprechen, für jmdn., etw. passend sein’, eigentlich ‘mit Wurf, Schlag, Schuß ins Ziel treffen’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(ein) Traum · ↗atemberaubend · ↗atemraubend · ↗ausgezeichnet · ↗beispiellos · ↗brillant · ↗einzigartig · ↗erstklassig · ↗exzellent · ↗fabelhaft · ↗fantastisch · ↗fulminant · ganz große Klasse · ↗genial · ↗glänzend · ↗grandios · herausragend · ↗hervorragend · ↗himmlisch · hinreißend · ohne Beispiel · ↗phantastisch · ↗phänomenal · ↗sagenhaft · ↗traumhaft · umwerfend · ↗unglaublich · ↗unvergleichlich · unübertrefflich · ↗unübertroffen · von außerordentlicher Qualität · von höchster ... (Intensität o.ä.) · ↗wunderbar · ↗wundervoll · ↗überwältigend  ●  ↗großartig  Hauptform · (aller)erste Sahne  ugs. · (das) fetzt  ugs. · (das) rockt  ugs. · ↗(eine) Offenbarung  geh. · Hammer! (Jugendsprache)  ugs. · ↗Spitze  ugs. · ↗Wahnsinn  ugs. · absolut irre  ugs. · absolut super  ugs. · absoluter Wahnsinn  ugs. · ↗affengeil  ugs. · ↗begnadet  geh. · berückend  geh. · ↗bestens  ugs. · bäumig  ugs., veraltet, schweiz. · du kriegst die Motten! (Ausruf)  ugs. · ganz großes Kino  ugs., fig. · ↗geil (jugendsprachlich)  ugs. · ↗hammergeil (Jugendsprache)  ugs. · ↗himmelsgleich  geh. · ↗klasse  ugs. · ↗magnifik  geh., veraltet · ↗megacool  ugs. · nicht zu fassen  ugs. · nicht zu toppen  ugs. · ↗saugeil (jugendsprachlich)  ugs. · ↗super  ugs. · ↗superb  geh. · ↗süperb  geh. · ↗toll  ugs. · ↗top  ugs. · ↗urst (ostdeutsch-jugendsprachlich)  ugs. · vom Feinsten  ugs. · wumbaba (neol., ironisch)  ugs. · zum Niederknien  geh. · zum Sterben schön  geh. · ↗überragend  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
nicht zu toppen · nicht zu überbieten · ↗unschlagbar · ↗unüberbietbar · unübertrefflich  ●  alles in den Schatten stellen  fig.
Assoziationen
  • (absolut) spitze · (das) Beste vom Besten · Spitzen... · Traum... · ↗bestens · ↗bestmöglich · ↗ideal · keine Wünsche offenlassend · ↗perfekt · ↗vollendet · ↗vollkommen · wie kein zweiter  ●  ↗optimal  Hauptform · das Gelbe vom Ei  ugs., sprichwörtlich, fig. · der Weisheit letzter Schluss  ugs. · wie gemalt  ugs.
  • besser geht's (wohl) nicht  ●  was will man mehr!  ugs.
  • (bereits) am (oberen) Anschlag · (da) ist Feierabend · (das) Äußerste sein · (die) absolute Obergrenze sein · am oberen Limit (sein) · besser geht es nicht · das Maximum (darstellen) · das war mein letztes Wort · mehr gibt es nicht · mehr ist nicht drin · mehr ist nicht zu holen · mehr sitzt nicht drin · nichts mehr zu holen  ●  (das) Ende der Fahnenstange sein  fig. · (es ist) alles ausgereizt  ugs. · alles ausgereizt haben  ugs. · das höchste der Gefühle (sein)  ugs. · mehr geht (einfach) nicht  ugs., Hauptform · voll ausgereizt sein  ugs.
  • (der) hat es echt drauf  ugs. · das macht ihm so schnell keiner nach  ugs., Spruch · das muss erst mal einer nachmachen!  ugs. · reife Leistung!  ugs., Spruch · saubere Arbeit!  ugs., Spruch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Eleganz Formulierung Genauigkeit Klarheit Präzision Vorbild Weise formulieren geradezu nahezu

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unübertrefflich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sein Können mag unübertrefflich sein: nur auf dem Seil kann er es zeigen.
Die Zeit, 18.05.1962, Nr. 20
Besonders der letztere sei unübertrefflich, standhaft und zuverlässig und opfere alles dem Glauben und der Freiheit.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 1059
Wir alle leben vorzüglich von Erinnerungen an uns unübertrefflich erscheinende künstlerische Leistungen.
Die Welt, 24.02.2001
Die Pflanze ist nämlich unübertrefflich in der Durcheinanderwürfelung der von ihr angewandten Mittel.
Kosmos, 1929, Nr. 11, Bd. 26
Die religiöse Domestikation der Untertanen leistete die brahmanische Theorie dabei in unübertrefflicher Weise.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. II, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 122
Zitationshilfe
„unübertrefflich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/unübertrefflich>, abgerufen am 24.04.2019.

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