tuscheln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungtu-scheln
Wortbildung mit ›tuscheln‹ als Erstglied: ↗Tuschelei
eWDG, 1976

Bedeutung

einander heimlich etw., oft für einen (anwesenden) Dritten Ungünstiges, zuflüstern
Beispiele:
mit jmdm., miteinander tuscheln
sie standen zusammen und tuschelten (darüber)
tuschelnd die Köpfe zusammenstecken
was tuschelt ihr da?
Es wurde getuschelt, daß er ... erschlagen worden war [KasackStadt574]
Schon eine Zeitlang vorher [vor der Hochzeit] tuschelten sich's die Leute ins Ohr, aber eigentlich zweifelte noch jeder dran [O. M. GrafKalendergeschichten127]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

tuscheln Vb. ‘einander heimlich etw. zuflüstern’ (18. Jh.), Iterativbildung zu heute noch mundartlich erhaltenem lautnachahmendem tuschen ‘zum Schweigen bringen, stillen, unterdrücken’, mhd. tuschen ‘sich still verhalten, verbergen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(die) Stimme dämpfen · (jemandem etwas) ins Ohr sagen · ↗(jemandem etwas) zuflüstern · ↗hauchen · hinter vorgehaltener Hand (zuflüstern o.ä.) · leise sprechen · mit tonloser Stimme (sagen o.ä.) · ↗munkeln · ↗raunen · ↗säuseln · ↗tonlos (sprechen o.ä.) · tuscheln · ↗wispern · ↗zischeln  ●  ↗flüstern  Hauptform
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Flur Hand Kulisse Leut Nachbar Nachbarin Ohr Parteifreund Passant Rücken Tribüne aufgeregt flüstern grinsen gucken kichern lachen leise miteinander rascheln raunen scherzen tratschen untereinander wispern zischeln zu zusammenstecken zusammenstehen zutuscheln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›tuscheln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Mutter tuschelt gehetzt auf ihn ein, während sie vergebens versucht, ihm die Kleidung wieder zu richten.
Der Tagesspiegel, 20.07.1998
Sie tuscheln, vielleicht will er nur sein Geld waschen bei uns.
Süddeutsche Zeitung, 10.01.1998
Als der Titel zu Ende war, tuschelten sie sich etwas zu.
Brussig, Thomas: Wasserfarben, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1991], S. 86
Nur ein paar Kinder steckten noch eifrig tuschelnd die Köpfe zusammen.
Braun, Lily: Lebenssucher. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1915], S. 2698
Sie tuscheln und kichern nämlich ebenso gern miteinander wie die kleinen Mädchen auf der Erde.
Bassewitz, Gerdt von: Peterchens Mondfahrt, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1991 [1900], S. 23
Zitationshilfe
„tuscheln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/tuscheln>, abgerufen am 14.10.2019.

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