trapsen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungtrap-sen
Wortbildung mit ›trapsen‹ als Letztglied: ↗auftrapsen
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich schwer, mit einem lauten Geräusch auftreten
Beispiele:
traps nicht so!
[ein Soldat] der mich trapsend durch hallende Gänge und Treppen führte [RennKindheit280]
berlinisch, salopp, scherzhaft
Beispiel:
Nachtigall, ick hör' dir trapsen (= aha, ich merke, was beabsichtigt ist)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

trappen · trappeln · trapsen
trappen Vb. ‘mit schwerem Schritt geräuschvoll gehen, schwerfällig auftreten, stampfen’ (16. Jh., doch wohl älter). Hd. (auch in obd. Mundarten) unverschobenes trappen, mnd. mnl. nl. trappen, schwed. (mundartlich), isl. trappa ‘stampfen, hart treten’ gehören wie ↗trippeln (s. d.) und nasaliertes ↗trampeln (s. d.) als lautmalende Weiterbildungen zu der unter ↗Treppe (s. d.) angeführten Wurzel. An das Verb schließen sich an iteratives trappeln Vb. ‘mit schnellen, hörbaren Schritten gehen, in schnellem Wechsel kurz und hörbar auf den Boden treten’ (15. Jh.) und intensiviertes trapsen Vb. ‘schwerfällig, stampfend gehen’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
geräuschvoll gehen · ↗stapfen · ↗tapsen · ↗trampeln · trapsen
Oberbegriffe
  • einen Fuß vor den anderen setzen · ↗gehen · ↗laufen  ●  zu Fuß gehen  Hauptform · ↗latschen  ugs., salopp · zu Fuß laufen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Nachtigall

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›trapsen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sehen wir die Zeichen der Zeit, hören wir den Trend trapsen?
Süddeutsche Zeitung, 21.10.1995
Während der Generalstabschef sich von der Aufklärung verabschiedet, hört man sie wieder trapsen, die »Ideen von 1914«.
konkret, 1993
Um 11 Uhr kann man die Nachtigall zwar nicht trapsen, dafür aber singen hören.
Der Tagesspiegel, 21.04.2000
Er vergräbt seine Hände in die Joppentaschen und trapst ungeduldig von einem Bein aufs andere.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 269
Regen prasselt, Hufe trappeln; man hört immerzu die Nachtigall der Erkenntnis durch die deutsche Geschichte trapsen.
Die Zeit, 26.02.2004, Nr. 10
Zitationshilfe
„trapsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/trapsen>, abgerufen am 22.08.2019.

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