tranig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungtra-nig (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
wie Tran
Beispiele:
der Fisch, die Ente, das Öl schmeckt tranig
das Fett riecht tranig
2.
salopp, abwertend träge, verschlafen, langsam
Beispiele:
sei doch nicht so tranig!
ein traniger Mensch, Kerl
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tran · tranig
Tran m. aus Meeressäugetieren oder Fischen gewonnenes Öl, ein aus dem Nd. stammendes Wort. Mnd. trān, mnl. traen ‘Träne, Tropfen’ (s. ↗Träne) wird auch Bezeichnung für den durch Erhitzen ‘aus dem Fett (von Meeressäugetieren) gewonnene Tropfen’ und mit dieser speziellen Bedeutung in die Literatursprache (Fischtran, Mitte 16. Jh., Tran, um 1600) aufgenommen. Aus der mundartlichen (westfäl.) Verwendung ‘alkoholischer Tropfen, geistiges Getränk’ ergibt sich die Fügung im Tran sein ‘betrunken sein’ (1. Hälfte 19. Jh.). tranig Adj. ‘voller Tran, wie Tran, betrunken, schlaftrunken, langsam’ (1. Hälfte 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
behäbig · ↗lahm · ↗langsam · ↗schleppend · ↗schwerfällig · ↗träge  ●  ↗bummelig  ugs. · tranig  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
tranig · verölt · ↗ölig
Zitationshilfe
„tranig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/tranig>, abgerufen am 27.05.2019.

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