täppisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungtäp-pisch
eWDG, 1976

Bedeutung

besonders von Bewegungen junger Leute und junger Tiere   unbeholfen, ungeschickt, plump, schwerfällig
Beispiele:
ein täppischer Bursche, täppisches Mädchen, Kätzchen, ein täppischer Bär
die täppische Possierlichkeit junger wilder Tiere
sie machte sich über seine täppischen Bewegungen lustig
umgangssprachlich er machte alles kaputt, was er in seine täppischen Hände nahm
er benahm sich täppisch, sah täppisch drein, griff täppisch zu
täppisch hinter jmdm. hergehen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

tapp · tappen · tapen · ertappen · tapsen · Taps · Tappe · täppisch · tapperig · taprig · Tap(p)ergreis
tapp Interjektion lautmalend für ein leichtes, unsicheres Aufsetzen von Fuß oder Pfote, oft in der Doppelung tapp tapp oder mit Sekundärablaut tipp tapp (19. Jh., doch gewiß älter). Davon abgeleitet mit wechselnder Vokalquantität tappen, tapen Vb. ‘plump auftreten oder gehen, ungeschickt, unbeholfen, tastend gehen und umherfühlen’, spätmhd. tāpen, nhd. tappen (16. Jh., im tunkeln tappen Luther; vgl. auch frühnhd. betappen ‘betasten’, 15. Jh.). ertappen Vb. ‘aufspüren, bei Verbotenem ergreifen, erwischen, überraschen’ (16. Jh.). Dazu das Intensivum tapsen Vb. ‘plump und schwerfällig gehen’ (dapsen, 17. Jh.). Taps m. ‘schwerfälliger, täppischer Kerl’ (18. Jh.). Tappe f. (heute nur noch mundartlich, auch Tape f., Tapen n.) ‘Pfote, Tatze, deren Spur im Boden’, frühnhd. tappe, dappe, mhd. tāpe; verhochdeutscht (selten) Tapfe (Anfang 17. Jh.), auch Tapp, Tappe m. ‘Schlag, Klaps’ (16. Jh.). täppisch Adj. ‘schwerfällig, unbeholfen, plump, linkisch’, mhd. tæpisch. tapperig, taprig Adj. ‘unbeholfen, unsicher’ (19. Jh.). Tap(p)ergreis m. ‘alter, gebrechlicher Mensch’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
linkisch · ↗tapsig · ↗tollpatschig · trampelig · täppisch · ↗unbeholfen · ↗ungelenk · ↗ungeschickt · ↗ungewandt · ↗ungeübt  ●  ↗patschert  österr.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

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Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Less wirkt täppisch, oft gewollt in seiner romantischen Suche nach Werten.
Der Tagesspiegel, 12.04.2002
Und der ist keineswegs abstoßend, sondern oft eher komisch, täppisch, manchmal sogar rührend und zart.
Die Zeit, 08.11.2000, Nr. 45
Diese Behauptung war um so täppischer, als ihre Unwahrheit schnell zu erweisen war.
Peters, Carl: Lebenserinnerungen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1918], S. 35398
Er warb auf eine gewisse täppische Art unausgesetzt um Heinrichs Zuneigung.
Feuchtwanger, Lion: Die Geschwister Oppermann, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1933], S. 60
Allein, der täppische Dienstmann mit seinem zudringlichen Geschwätz erlaubte keine Besinnung.
Spitteler, Carl: Imago, Jena: Diederichs 1910 [1910], S. 4
Zitationshilfe
„täppisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/täppisch>, abgerufen am 15.10.2019.

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