sumpfig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungsump-fig (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutung

ständig feucht, sehr stark von Wasser durchtränkt, schlammig
Beispiele:
eine sumpfige Gegend, Niederung, Stelle, Wiese
ein sumpfiger Graben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sumpf · versumpfen · sumpfig
Sumpf m. ‘nasses, morastiges Gelände’, mhd. sumpf, mnd. sump, mnl. somp, tsomp, sump, nl. (landschaftlich) somp, auch engl. (mundartlich, aus dem Mnd.) sump und anders gebildetes gleichbed. ahd. sunft (9. Jh.), mnd. sumpt steht wie engl. swamp ‘feuchtes, sumpfiges Gelände’ im Ablaut zu dem unter ↗Schwamm (s. d.) behandelten Substantiv, setzt also wie dieses ie. *su̯omb(h)o- ‘schwammig, porös’ voraus. Halbvokalisches u̯ ist im Germ. vor u geschwunden. Sumpf ist ursprünglich auf Nord- und Mitteldeutschland beschränkt, wird jedoch im 17. Jh. durch die (nordd. und md.) Sprachgesellschaften in die Literatursprache eingeführt. versumpfen Vb. ‘sumpfig, zu Sumpf werden’ (16. Jh.), ‘zu Sumpf machen’ (18. Jh.), übertragen (aus der Studentensprache) ‘ein liederliches Leben führen, verbummeln, verwahrlosen’ (19. Jh.). sumpfig Adj. ‘morastig’ (15. Jh.), in älterer Sprache auch sumpficht (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
matschig · ↗morastig · ↗schlammig · sumpfig
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aue Baugrund Boden Flußniederung Gegend Gelände Gewässer Hinterland Landstrich Lichtung Marschland Mündungsgebiet Niederung Reisfeld Teich Terrain Tümpel Ufer Untergrund Urwald Waldboden Waldgebiet Waldgelände Wiese Wildnis feucht flach neblig sandig unwegsam

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›sumpfig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als die Äquatorsonne höher steigt, verschwinden sie in den sumpfigen Wäldern.
Die Zeit, 01.09.2005, Nr. 36
Es muss schnell etwas geschehen, denn die sumpfigen Flächen breiten sich aus.
Die Welt, 19.03.2003
Der streckt die Beine weit von sich und der Hals wühlt sich in den sumpfigen Wiesengraben am Weg.
Brief von Ludwig Finke vom 19.12.1914. In: Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1914], S. 59
Zwischen Sperre und Wald blieb beiderseits der Straße ein schmaler Streifen Wiese, links sumpfig, von Eis bedeckt.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 469
Denke Dir einmal eine dünne Eisdecke oder eine sumpfige Stelle, höchst gefährlich zu passieren.
Dohm, Hedwig: Christa Ruland. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 9960
Zitationshilfe
„sumpfig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/sumpfig>, abgerufen am 24.07.2019.

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