substituieren

GrammatikVerb · substituierte, hat substituiert
Aussprache
Worttrennungsub-sti-tu-ie-ren · subs-ti-tu-ie-ren
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›substituieren‹ als Erstglied: ↗substituierbar  ·  mit ›substituieren‹ als Grundform: ↗Substitution
eWDG, 1976

Bedeutung

etw. durch etw. ersetzen, etw. gegen etw. austauschen
Beispiel:
Bei genügend fortgeschrittener Technologie ... kann daran gedacht werden, in zahlreichen Fällen metallische Werkstoffe [durch Glas] zu substituieren [Urania1971]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

substituieren · Substitut
substituieren Vb. ‘ersetzen, austauschen’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. substituere (substitūtum) ‘unter etw. stellen, an die Stelle (von jmdn., etw.) setzen’, zu lat. statuere ‘hin-, aufstellen, festsetzen, bestimmen, beschließen’ und ↗sub- (s. d.); weiter zu lat. sistere (statum) ‘hinstellen, hinbringen’, zu lat. stāre ‘stehen’. Substitut m. ‘Ersatzmann, Stellvertreter’, n. ‘Ersatz’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
ablösen · ↗austauschen · ↗auswechseln · ↗ersetzen · substituieren · ↗tauschen · ↗transferieren

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kapital Methadon Wirklichkeit Öl

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›substituieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Häufig ist dabei allerdings nicht wirklich gemindert, sondern mit noch unbekannten Folgen substituiert und räumlich verlagert worden.
Die Zeit, 30.01.2012, Nr. 05
Die Politik kann und muß diesen Prozeß flankieren, sie kann ihn aber nicht substituieren oder künstlich zum Leben erwecken.
konkret, 1993
Der verdinglichte, erstarrte Abguß der Ereignisse substituiert gleichsam diese selber.
Adorno, Theodor W.: Minima Moralia, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1971 [1951], S. 57
In der punktuellen Musik wird jeder Parameter, wenn möglich, durch mathematische Operationen quantifiziert und den (möglichst nach der Größe) geordneten Quanten eine Zahlenreihe substituiert.
o. A.: S. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 5132
Sie vermag sich daher jedem Verhalten zu substituieren, und dies ist, wie wir sehen werden, für die Theorie des Mythos von Belang.
Gehlen, Arnold: Urmensch und Spätkultur, Bonn: Athenäum 1956, S. 153
Zitationshilfe
„substituieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/substituieren>, abgerufen am 18.08.2019.

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