strubbelig

GrammatikAdjektiv
Nebenform strubblig · Adjektiv
Worttrennungstrub-be-lig · strubb-lig
Wortbildung mit ›strubbelig‹ als Erstglied: ↗Strubbelbart · ↗Strubbelhaar · ↗Strubbelkopf
 ·  mit ›strubbelig‹ als Letztglied: ↗verstrubbelt · ↗zerstrubbelt
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich
Beispiele:
strubbeliges (= wirr durcheinanderstehendes, zerzaustes) Haar
ein strubbeliger Bart
nun bekommt dieser Hund die Räude. Sein Fell wird strubblig (= borstig, struppig) [TollerHinkemannI 1]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

strubbelig · strubblig · Struwwelpeter
strubbelig strubblig Adj. ‘zerzaust, struppig, wirr, unordentlich’ besonders von Haaren und Federn, frühnhd. strobelecht (15. Jh.), nhd. stroblecht, strobelicht (17. Jh.), stroblich (18. Jh.), strobelig, strubbelig, struwelig (19. Jh.) stellt sich mit ahd. strobal Adj. ‘struppig’ (11. Jh.), strobalōt ‘das Sträuben der Haare, Schauder’ (10. Jh.), irstrobalōn ‘sträuben’ (11. Jh.), mhd. zerstrobelen ‘struppig machen, zerzausen’, mnl. strubbelen, struvelen und den unter ↗struppig (s. d.) genannten Formen zu dem unter ↗sträuben (s. d.) behandelten Verb. Struwwelpeter m. mundartlich (md.) auch Strub(b)elpeter, eigentlich ‘Junge mit wirren, unordentlichen Haaren’, dann ‘unordentlicher Mensch’ (18. Jh.), durch das von H. Hoffmann verfaßte Kinderbuch Der Struwwelpeter (Frankfurt/M. 1847) geläufig.

Thesaurus

Synonymgruppe
strubbelig · strubblig · ↗unfrisiert · ↗ungekämmt · windzerzaust · zerzaust  ●  ↗struwwelig  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Haar

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›strubblig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Irgendwie strubbelig dunkelblond ist sie, soweit man das im Dunkel des Abends erkennen kann.
Die Welt, 03.04.2004
Vielen sieht man an den strubbeligen Haaren an, dass sie geradewegs dem Bett entstiegen sind.
Bild, 27.04.2001
Er hat einen grauschwarzen Bart, grauschwarze strubbelige Haare, melancholische Augen.
Süddeutsche Zeitung, 30.05.1998
Sein Haar war strubbelig, sein Gesicht schmutzig von Schweiß und Staub.
Pausewang, Gudrun: Die Wolke, Ravensburg: Maier 1989 [1987], S. 23
Herr Schwetasch kommt und begrüßt meinen Großvater, Herr Schwetasch mit dem kurzen Genick und dem strubbeligen Haar, ein Igel im Sonntagsanzug.
Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 425
Zitationshilfe
„strubbelig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/strubbelig>, abgerufen am 17.06.2019.

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