strapaziös

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungstra-pa-zi-ös (computergeneriert)
HerkunftItalienisch
eWDG, 1976

Bedeutung

mit Strapazen verbunden, anstrengend
Beispiele:
eine strapaziöse Reise, Fahrt, (Gebirgs)wanderung
ein strapaziöser Marsch
er hat strapaziösen Dienst
Am strapaziösesten war die Infanterieausbildung [NollHolt1,410]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Strapaze · strapazieren · strapaziös
Strapaze f. ‘große Anstrengung’, entlehnt (17. Jh.) aus ital. strapazzo m. ‘Abarbeitung, Quälerei, schlechte Behandlung’, zu ital. strapazzare ‘mißhandeln, schlecht behandeln, pfuschen’, dessen Herleitung unsicher ist. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann man in dem ital. Verb eine Bildung mit steigerndem ital. stra- ‘überaus, äußerst’ (lat. extrā ‘außerhalb’) zum Präsensstamm des Verbs lat. patī ‘(er)dulden, sich gefallen lassen, hinnehmen, (er)leiden’ sehen. Im Dt. ist Strapatz, dem Ital. folgend, zunächst Mask., seit dem 18. Jh., vielleicht unter Einfluß von Anstrengung, Mühe, Qual, gilt fem. Genus. strapazieren Vb. ‘sehr beanspruchen’, (reflexiv) ‘sehr anstrengen, sich abarbeiten’ (17. Jh.), ital. strapazzare. strapaziös Adj. ‘sehr anstrengend’ (19. Jh.), französierende Bildung zu Strapaze, wohl nach gleichbed. ital. strapazzoso.

Thesaurus

Synonymgruppe
anspruchsvoll · ↗anstrengend · ↗aufwendig · ↗aufwändig · belastend · fordernd · ↗mühsam · ↗mühselig · ↗schwierig · strapaziös · voll Plackerei  ●  ↗beschwerlich  geh. · ↗heavy  ugs., engl.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
anstrengend · auszehrend · ↗beschwerlich · ↗hart · ↗kraftraubend · kraftzehrend · ↗kräftezehrend · ↗mühevoll · ↗mühsam · ↗mühselig · schlauchend · ↗schweißtreibend · ↗schwer · strapaziös  ●  ↗(eine) Herausforderung  verhüllend
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abenteuer Alltag Angelegenheit Anreise Ausflug Bundesligasaison Dreharbeit Expedition Fahrt Fernreise Fußmarsch Lektüre Marsch Reise Rundreise Saison Spielzeit Tour Tournee Trip Umweg Unternehmung abenteuerlich außerordentlich extrem gefährlich langwierig weniger ziemlich äußerst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›strapaziös‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Muss man über den strapaziösen Inhalt nur ein Wort mehr verlieren?
Die Zeit, 17.02.2008 (online)
Man könnte ein Buch lesen, aber die Literatur ist leider manchmal strapaziös.
Süddeutsche Zeitung, 14.08.2004
Ich könnte doch zu Hause sitzen und eine andere, nicht so strapaziöse Arbeit machen.
Der Spiegel, 16.12.1996
Alles in allem waren diese körperlich strapaziösen Reisejahre eine sehr schöne Zeit.
Maltzan, Maria von: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, Berlin: Ullstein 1998 [1986], S. 246
Eine Zeitlang regnete es, ein Zeltverdeck wurde gespannt, das machte das Hinausstarren noch strapaziöser.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1957. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1957], S. 884
Zitationshilfe
„strapaziös“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/strapaziös>, abgerufen am 23.07.2019.

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