stolpern

GrammatikVerb · stolperte, ist gestolpert
Aussprache
Worttrennungstol-pern
Wortbildung mit ›stolpern‹ als Erstglied: ↗Stolperfalle  ·  mit ›stolpern‹ als Letztglied: ↗entlangstolpern · ↗herbeistolpern · ↗hereinstolpern · ↗hinaufstolpern · ↗hineinstolpern · ↗hinunterstolpern · ↗reinstolpern
 ·  mit ›stolpern‹ als Grundform: ↗Gestolper · ↗Gestolpere
eWDG, 1976

Bedeutung

beim Gehen, Laufen mit dem Fuß gegen ein Hindernis stoßen und dadurch aus dem Gleichgewicht kommen
Beispiele:
er stolperte über einen Stein, eine Baumwurzel
über seine eigenen Beine, Füße, Schritte stolpern
er stolperte schlaftrunken durch die Dunkelheit
übertragen
Beispiel:
umgangssprachlich ich bin über eine Bemerkung von ihm gestolpert (= durch sie auf etw. aufmerksam geworden)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stolpern Vb. ‘mit dem Fuß beim Gehen anstoßen und straucheln’, Iterativbildung des 16. Jhs. neben seltenem gleichbed. frühnhd. stolpen, stölpen (16. Jh.). Aus dem Nordd. stammend? Oder in Anlehnung an holpern? Lautlich nahe stehen (falls einheimisch) norw. (mundartlich) stolpe ‘mit steifen, langen Schritten gehen’, stolpre ‘stolpern’ und die unter ↗stülpen (s. d.) genannten Wortformen. Daher an die dort genannte Wurzel anschließbar?

Thesaurus

Synonymgruppe
stolpern · ↗straucheln
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Affäre Bein Dunkeln Fallstrick Fuß Kabel Schwelle Treppe Tritt drüber entgegen herein herumstolpern hilflos hinab hineinstolpern hinfallen hinterher hinterherstolpern hinunter holpern straucheln stürzen torkeln umher unbeholfen vorbei zu zurückstolpern übereinander

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›stolpern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn ich erst anfange, mir so etwas einzubilden, müßte ich unweigerlich stolpern.
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 1
Er hat Probleme, überhaupt den Ball zu treffen, stolpert mit hochrotem Kopf über den Rasen.
Bild, 23.05.2003
Die meisten davon werden die Regierung nicht stolpern lassen wollen.
Der Tagesspiegel, 25.03.1999
Sie riß sich von ihrem Sitz auf und stolperte an die offene Luke heran.
Neue deutsche Literatur, 1953, Nr. 2, Bd. 1
Sie sprang auf das Pflaster und stolperte durch ein zersplittertes Tor.
Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1966 [1948], S. 216
Zitationshilfe
„stolpern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/stolpern>, abgerufen am 18.10.2019.

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