stet

GrammatikAdjektiv · häufig attributiv
Aussprache
eWDG, 1976

Bedeutung

gehoben ununterbrochen, dauernd, gleichbleibend, beständig
Beispiele:
alles Lebende ist stetem Wandel unterworfen
stete Bewegung, Hilfe
seine Schwester ist seine stete Begleiterin
sprichwörtlich steter Tropfen höhlt den Stein (= Beharrlichkeit führt zum Ziel)
wo ... Rohstoffmengen in stetem Fluß verarbeitet werden [Einheit1961]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stet · stad · stetig · Stetigkeit · stets
stet Adj. ‘gleichmäßig fortdauernd, dauerhaft, beständig’, ahd. stāti ‘fest, dauerhaft, beständig’ (um 1000, unstāti, 10. Jh.), mhd. stæt(e), mnd. stēde, mit Dentalformans und einer Ausgangsbedeutung ‘fest stehend’, zeitlich ‘andauernd, ohne Ende’ zu der unter ↗stehen (s. d.) behandelten Wurzel ie. *stā-, *stə- ‘stehen, stellen’ gebildet. Eine semantische Eigenentwicklung (ausgehend von ‘beständig’) zeigt die obd. Nebenform stad Adj. Adv. ‘ruhig, still, zurückhaltend, gemäßigt’ (literarisch 19. Jh.). An stet schließt sich an die Erweiterung stetig Adj. ‘beständig’, ahd. stātīg (8. Jh.), mhd. stætec, stætic. Stetigkeit f. ‘Beständigkeit, Gleichmäßigkeit’, ahd. stātīgheit (11. Jh.), mhd. stætec-, stæticheit, stætekeit ‘Festigkeit, Beständigkeit, Sicherheit’, md. stēde-, stētekeit. stets Adv. ‘immer’, mhd. stætes ‘beständig’, md. stētes, erstarrter Genitiv des Adjektivs mhd. stæt(e) (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
stet · ↗stetig

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ansteigen Anwachsen Aufwärtsentwicklung Begleiter Bemühen Brise Einsatzbereitschaft Fluß Geldfluss Geldstrom Gratwanderung Hilfsbereitschaft Kommen Mahner Mahnung Niedergang Quell Regelmäßigkeit Steigen Tropfen Unruheherd Verwandlung Wachsamkeit Wandel Wechsel Wiederholung Wiederkehr Zufluß Zustrom Ärgernis

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›stet‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Einigen sei das stete Dahinschmelzen ihres Geldes doch sehr zu Herzen gegangen.
Der Tagesspiegel, 08.09.2002
Diesmal waren wir nach dem Motto erfolgreich, steter Tropfen höhlt den Stein.
Die Welt, 28.09.1999
Durch stete Übung vermag sie, ihn auf fast unbegrenzte Zeit zu verbergen.
Katz, Richard: Übern Gartenhag, München u. Zürich: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. 1965, S. 113
In steter stumpfer Arbeit gingen nun auch die letzten Monate dahin.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
Das alles ist ein stetes bewußtes oder auch schon unbewußtes Vermeiden.
Doderer, Heimito von: Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre, Gütersloh: Bertelsmann 1996 [1951], S. 318
Zitationshilfe
„stet“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/stet>, abgerufen am 21.07.2019.

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