stehenlassen

Alternative Schreibungstehen lassen
GrammatikVerb
Worttrennungste-hen-las-sen ● ste-hen las-sen (computergeneriert)
Wortzerlegungstehenlassen
Rechtschreibregeln§ 34 (4), § 34 (E7)
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
jmdn. stehenlassen
Beispiel:
sie hat ihn einfach stehenlassen, stehengelassen (= sie ist, ohne sich weiter um ihn zu kümmern, ohne ihn weiter zu beachten, fort-, weitergegangen)
2.
etw. dort lassen, wo es steht
Beispiele:
lass die Leiter stehen, ich brauche sie noch
ich habe die Tassen auf dem Tisch stehenlassen, stehengelassen
lass das Geschirr stehen, ich wasche es nachher auf
sie hat die Suppe stehenlassen (= nicht angerührt, gegessen)
umgangssprachlichfür eine Wurstschnitte lasse ich jedes Stück Kuchen stehen (= eine Wurstschnitte esse ich viel lieber als ein Stück Kuchen)
sie ließ alles stehen und liegen (= ließ alles in dem Zustand, in dem es gerade war) und rannte davon
der Lehrer ließ den Satz an der Tafel stehen (= wischte ihn nicht weg)
einen Fehler stehenlassen (= übersehen)
sich [Dativ] einen Bart stehenlassen (= wachsen lassen)
3.
jmd. hat etw. stehenlassen, stehengelassen (= jmd. hat etw. Hingestelltes vergessen mitzunehmen)
Beispiel:
ich habe in der Straßenbahn meinen Koffer stehenlassen, stehengelassen
Grammatik: auch in verneinter Aufforderung
Beispiel:
lass den Schirm nicht stehen!

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auto Autofahrer Bahnhof Bart Denkmal Ecke Fahrzeug Fassade Garage Gegenspieler Koffer Mahnmal Parkplatz Raum Regen Schuh Straßenrand Turm Tür Wagen draußen einfach irgendwo lassen lieber mitten nebeneinander umsteigen unkommentiert unwidersprochen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›stehenlassen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die möchte man am liebsten für immer stehenlassen ", erzählt er lachend.
Der Tagesspiegel, 06.06.1999
Doch hierbei ist es längst nicht damit getan, öfter mal sein Auto stehenzulassen.
Süddeutsche Zeitung, 19.02.1994
Warum hatte ich sie bloß mitten auf dem Weg stehenlassen.
Holtz-Baumert, Gerhard: Alfons Zitterbacke, Berlin: Kinderbuchverlag 1981 [1958], S. 89
Aber dann lehne ich ebenso freundlich wie entschieden ab und scheue auch nicht davor zurück, das zweite Glas einfach stehenzulassen.
Oheim, Gertrud: Einmaleins des guten Tons, Gütersloh: Bertelsmann 1957 [1955], S. 120
Die würden sie im Regen stehenlassen und bald wäre alles altes Eisen.
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1928], S. 322
Zitationshilfe
„stehenlassen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/stehenlassen>, abgerufen am 13.11.2019.

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