stehen

GrammatikVerb · stand, hat gestanden
Aussprache
Worttrennungste-hen
Wortbildung mit ›stehen‹ als Erstglied: ↗Stehbankett · ↗Stehbier · ↗Stehbierhalle · ↗Stehbündchen · ↗Stehgalerie · ↗Stehgeiger · ↗Stehkneipe · ↗Stehkonvent · ↗Stehkragen · ↗Stehlampe · ↗Stehleiter · ↗Stehpinkler · ↗Stehplatz · ↗Stehpult · ↗Stehsatz · ↗Stehspiegel · ↗Stehvermögen · ↗Stehversuch · ↗stehenbleiben · ↗stehenlassen
 ·  mit ›stehen‹ als Letztglied: ↗abstehen · ↗anstehen · ↗aufstehen · ↗ausstehen · ↗beieinanderstehen · ↗beisammenstehen · ↗beiseitestehen · ↗beistehen · ↗bereitstehen · ↗bevorstehen · ↗dabeistehen · ↗dafürstehen · ↗dahinstehen · ↗dahinterstehen · ↗darumstehen · ↗darunterstehen · ↗darüberstehen · ↗dastehen · ↗davorstehen · ↗dazwischenstehen · ↗draufstehen · ↗drinstehen · ↗durchstehen · ↗einstehen · ↗entgegenstehen · ↗erstehen1 · ↗fernstehen · ↗feststehen · ↗freistehen · ↗gegenüberstehen · ↗geradestehen · ↗gleichstehen · ↗gradestehen · ↗gutstehen · ↗heranstehen · ↗herausstehen · ↗herumstehen · ↗hervorstehen · ↗hineinstehen · ↗hintanstehen · ↗hochstehen · ↗kopfstehen · ↗leerstehen · ↗nachstehen · ↗nahestehen · ↗nebenstehen · ↗näherstehen · ↗obenstehen · ↗offenstehen · ↗rumstehen · ↗stillstehen · ↗strammstehen · ↗trockenstehen · ↗umherstehen · ↗umstehen · ↗untenstehen · ↗unterstehen · ↗vorstehen · ↗wegstehen · ↗widerstehen · ↗zurückstehen · ↗zusammenstehen · ↗zustehen · ↗überstehen
 ·  mit ›stehen‹ als Grundform: ↗Gestehe · ↗Stehen · ↗bestehen · ↗entstehen · ↗gestanden · ↗gestehen · ↗stehend · ↗verstehen2
 ·  formal verwandt mit: ↗Außenstehende
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
in aufrechter Körperhaltung, bei der das gesamte Gewicht auf den Füßen ruht, an einer Stelle verharren
a)
Beispiele:
aufrecht, hoch aufgerichtet, kerzengerade, krumm, schief, gebückt, reg(ungs)los, unbeweglich, ratlos, in Gedanken, horchend, wartend stehen
umgangssprachlich wie eine Eins stehen (= kerzengerade s.)
die Zuschauer standen dicht gedrängt, Kopf an Kopf
er stand in Hut und Mantel
auf einem Bein, auf den Zehenspitzen stehen
das Kind kann schon (allein) stehen
der Zug war sehr voll, wir mussten stehen (= hatten keinen Sitzplatz)
sie ist stehen geblieben
du kannst sie doch nicht stehen lassen
er trank seinen Kaffee stehend, im Stehen
ich bin so müde, dass ich im Stehen schlafen könnte
das lange Stehen fällt mir schwer
ich habe dich stehen sehen
stehend freihändig schießen
sie steht hier, oben, weit vorn, rechts von ihm, neben ihm, ihm gegenüber
er stand etwas abseits
in, unter der Tür, an der Ecke, am Fenster, vor dem Spiegel, unter der Dusche, auf der Leiter, am Zug, auf einem Berg, an der Haltestelle, im Regen, in der Sonne stehen
er steht den ganzen Tag an der Maschine (= arbeitet im Stehen an der Maschine)
er steht bis zu den Knien im Wasser
man muss fest stehen, um diesen Lenkdrachen kontrollieren zu können
viele Neugierige standen um den Verunglückten
in der ersten Reihe, in einem Kreis, im Glied, in Reih und Glied stehen
jmdm. im Weg stehen
umgangssprachlich jmdm. im Licht stehen
von Tieren
Beispiel:
das Pferd steht im Stall
b)
in der Körperhaltung von 1 eine bestimmte Funktion ausüben
Beispiele:
auf der Lauer stehen
(auf) Posten stehen
Wache stehen
salopp Schmiere stehen
Spalier stehen
einem Künstler Modell stehen
Religion bei einem Kind Pate stehen
umgangssprachlich Schlange stehen
2.
von Sachen   sich (auf Beinen, Füßen, auf der kleinsten Fläche mit der Längsseite in vertikaler Richtung) an einer Stelle befinden
Beispiele:
das Buch steht im linken Regal
auf dem Schreibtisch steht eine Fotografie
die Flasche steht im Küchenschrank
ich habe ein Glas vor mir stehen
der Teller, die Tasse, Vase steht auf dem Tisch
das Essen, der Wein steht auf dem Tisch
in der Vase stehen Blumen
im Zimmer stand eine Leiter
in der Ecke steht ein großer Sessel, Tisch, Ofen
es wäre schön, wenn die Bank noch dort stünde, stände
in diesem Betrieb stehen die modernsten Maschinen
auf dem Platz steht ein Denkmal
das Auto steht in der Garage
die neuen Wohnblocks stehen am Stadtrand
entlang der Straße standen Linden
diese Pflanze muss im Schatten, geschützt stehen
der Baum steht ganz frei
die Sträucher standen völlig regungslos [LuxemburgBriefe38]
Inzwischen ist sein Haar ganz weiß geworden und steht ihm um den Kopf (= ist um seinen Kopf hoch aufgerichtet) [NossackSpirale34]
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlich der Kaffee ist so stark, dass der Löffel drin steht
3.
jmd., etw. steht irgendwojmd., etw. befindet sich irgendwo
a)
jmd. steht irgendwo
Beispiele:
die Truppen stehen vor L, an der Grenze
an der Front stehen
Militär, veraltend
Beispiele:
das Regiment stand (= hatte seinen Standort) in L
[er] stellte Fragen nach meinem Bruder, der in Rußland stand (= als Soldat war) [GrassKatz96]
Jägersprache von Schalenwild außer Schwarzwild
Beispiel:
in diesem Revier, Wald stehen Hirsche, Elche (= halten sich regelmäßig Hirsche, Elche auf)
b)
etw. steht irgendwo
Beispiele:
die Sonne, der Mond steht am Himmel
ein Gewitter steht am Himmel, über der Stadt
ihm stand der Schweiß auf der Stirn
Tränen standen in ihren Augen
ein bitteres Lachen stand um seinen Mund
Über uns steht der blaue Himmel [RemarqueIm Westen14]
4.
etw. steht irgendwoetw. ist irgendwo geschrieben, gedruckt, zu lesen
Beispiele:
das hat in der Zeitung, auf der ersten Seite gestanden
das steht bei Goethe
was steht in dem Brief, auf dem Schild?
das Gericht steht nicht auf der Speisekarte
davon steht nichts in dem Vertrag
jmds. Name steht auf, in einer Liste (= ist auf, in einer Liste notiert)
diese Vereinbarung steht nur auf dem Papier (= ist zwar schriftlich fixiert, wird aber nicht ausgeführt)
was über sie in der Festschrift steht, besagt überhaupt nichts [H. KantAula22]
bildlich
Beispiele:
er ist ein Arzt, wie er im Buche steht (= ein vorbildlicher Arzt)
das steht auf einem anderen Blatt (= das gehört nicht in diesen Zusammenhang)
etw. steht in jmds. Gesicht (geschrieben)etw. ist von jmds. Gesicht abzulesen
Beispiele:
in ihrem Gesicht steht Angst (geschrieben)
das steht in den Sternen (geschrieben) (= ist ganz ungewiss)
5.
etw. stehtetw. befindet sich noch an einer Stelle, ist noch erhalten, vorhanden
Beispiele:
das Haus steht schon lange
solange die Welt steht (= existiert), wird das so sein
Als er [Karl Liebknecht] erschlagen wurde / Stand unsere Stadt noch [BrechtGedichte204]
6.
etw. steht in einer bestimmten Stellungetw. weist eine bestimmte Stellung auf
Beispiele:
der Schreibtisch steht schräg (vor dem Fenster)
das Auto steht quer zur Fahrbahn
sie hat etwas schräg stehende Augen
die Weiche steht falsch
die Sonne steht schon ziemlich hoch (am Himmel)
der Mond steht tief
das Wasser steht hoch, niedrig
etw. steht bis zu einer bestimmten Grenzeetw. reicht bis zu einer bestimmten Grenze
Beispiel:
das Wasser stand ihm bis an die Knöchel
bildlich
Beispiele:
umgangssprachlich das Wasser steht ihm bis zum Hals (= er ist in größter Bedrängnis)
umgangssprachlich es steht mir bis zum Hals, bis hier (= ich habe es satt)
der Dollar steht jetzt ... vorläufig noch auf (= hat vorläufig noch einen Wert von) 414000 Mark [FalladaWolf1,5]
7.
der Wind steht nach Nordender Wind ist nach Norden gerichtet
Beispiele:
der Wind steht von vorn, günstig
das Barometer steht auf Sturm, Regen
der Zeiger steht auf zwölf
der Rauch stand senkrecht in die Höhe
Heute ... stand der Wind auf die lange Fassade [RennAdel197]
die Strömung stand von Land weg, nach Nordwesten zu [H. W. RichterSpuren217]
ein Bauwerk edelster Gotik, dessen Turm ... wie eine Filigranlanze in die Himmelsbläue stand (= ragte) [L. Frank6,435]
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlich mir standen die Haare zu Berge (= ich war sehr entsetzt), als ich diesen Unsinn hörte
übertragen
Beispiel:
gehoben, veraltend jmds. Sinn steht nach etw. (= jmd. verlangt, strebt nach etw., jmd. hat ein inneres Bedürfnis nach etw.)
jmd. steht gegen jmdn., etw.jmd. ist gegen jmdn., etw. eingestellt, jmd. wendet sich gegen jmdn., etw.
Beispiele:
hier stand Meinung gegen Meinung (= hier waren die Meinungen gegensätzlich)
sie stünden wie ein Mann gegen ihn [Feuchtw.Füchse394]
8.
in Verbindung mit präpositionalen Objekten und adverbiellen Bestimmungen
abgeblasst   sich in einem bestimmten Zustand befinden, in einem bestimmten Zustand sein
in Verbindung mit »am«, »an«
Beispiele:
an erster, führender Stelle stehen
er steht am Anfang seiner Karriere
in Verbindung mit »auf«
Beispiele:
ich stehe auf dem Standpunkt, dass ...
es stehen heute drei Punkte auf der Tagesordnung
diese Oper steht auf dem Programm
mit beiden Beinen, Füßen (fest) auf der Erde stehen
umgangssprachlich seine Beweisführung steht auf schwachen Füßen
mit jmdm. auf gespanntem Fuße, auf Kriegsfuß stehen
mit jmdm. auf Du und Du stehen
die Entscheidung steht auf des Messers Schneide
etw. steht auf dem Spiel
auf jmds. Seite stehen
in Verbindung mit »außer«
Beispiel:
das steht außer Frage, Zweifel (= das unterliegt keinem Zweifel, ist gewiss)
in Verbindung mit »hinter«
Beispiel:
hinter diesem Ausspruch steht eine ganze Philosophie
in Verbindung mit »in«, »im«
Beispiele:
in Blüte stehen
in Flammen stehen
in der Ausbildung, im Einsatz stehen
mit jmdm. in, im Briefwechsel, im Wettbewerb, in Konkurrenz stehen
in Verbindung, Kontakt, in gutem Einvernehmen stehen
in hohem Ansehen, in gutem, schlechtem Ruf stehen
etw. steht im, in Zusammenhang mit etw.
etw. steht im, in Widerspruch, Gegensatz zu etw.
der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ergebnis
im dreißigsten Jahr stehen (= neunundzwanzig Jahre alt sein)
im Mittelpunkt stehen
dieses Problem steht im Vordergrund
das steht nicht in meiner Macht
ich werde alles in meinen Kräften Stehende tun
aktiv im Leben stehen
umgangssprachlich mit beiden Beinen, Füßen im Leben stehen
jmdm. im Wege stehen
in jmds. Schatten stehen
die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Messe
die Frage steht im Raum (= hat sich für alle Anwesenden ergeben und muss gelöst werden)
im Begriff stehen, etw. zu tun
in Verbindung mit »über«
Beispiel:
über den Dingen stehen
in Verbindung mit »unter«
Beispiele:
unter Anklage stehen
unter Kontrolle, Aufsicht, jmds. Kommando, jmds. Einfluss stehen
unter dem Eindruck von etw., der Wirkung von etw. stehen
unter Naturschutz stehen
die heutige Veranstaltung steht unter dem Motto: ...
in Verbindung mit »vor«
Beispiele:
vor einer Frage, Alternative, vor Schwierigkeiten stehen
vor dem Ruin, dem völligen Zusammenbruch stehen
vor Gericht, vor der Prüfung stehen
vor der Vollendung stehen
etw. steht jmdm. (klar) vor (den) Augen
in Verbindung mit »zur«
Beispiele:
etw. steht zur Debatte (= etw. soll debattiert werden)
das Problem steht zur Diskussion, Beratung, Entscheidung
etw., jmd. steht jmdm. zur Verfügung, zu Gebote
in Verbindung mit »zwischen«
Beispiel:
etwas steht zwischen uns (= da ist etwas, was uns trennt)
in Verbindung mit Adj., Adv.
Beispiele:
die Wohnung stand leer
er steht mir am nächsten
nimm doch teil, du darfst nicht abseits stehen
er steht (mit seinen Ansichten) ganz allein
Jetzt muß jedes Volk und jeder Mensch beweisen, wo sie stehen (= welche Einstellung sie haben) [WeisenbornMemorial17]
9.
stillstehen, nicht (mehr) in Tätigkeit, in Bewegung, in Betrieb sein
Beispiele:
er wartete, bis die Maschine, der Motor stand
der Regionalexpress ist auf einen stehenden Güterzug aufgefahren
die Uhr steht
es war tatsächlich, als stehe die Zeit [FrischHomo faber180]
etw., jmdn. zum Stehen bringen
Beispiele:
einen Wagen zum Stehen bringen
eine Blutung zum Stehen (= Stillstand) bringen
Sie wollen mir doch nicht weismachen, daß hier ... die Front zum Stehen gebracht werden soll [BöllAdam110]
zum Stehen kommen
Beispiele:
nach 30 Metern kam der Wagen zum Stehen
der Schmetterling stand über der Blüte
die Luft steht (= ist reglos)
ein stehendes Gewässer (= kein fließendes Gewässer)
Die Aale standen nicht, sie wanderten sacht über den schlammigen Grund [S. LenzBrot13]
Ein süßlicher Geruch steht im Zimmer [StrittmatterOchsenkutscher87]
»Steht (= stehenbleiben, anhalten)!« schrie der Wachtmeister und schoß [FalladaWolf2,227]
10.
etw. stehtetw. ist vollendet, fertig, abgeschlossen
Beispiele:
in drei Monaten wird das Haus stehen
umgangssprachlich bis zum Beginn der neuen Spielzeit steht das Stück (= ist es aufführungsreif)
umgangssprachlich bis morgen muss die Rede stehen
umgangssprachlich Nahezu ein Jahr brauchten sie, bis ihre neue Nummer »stand« [SokolZirkus164]
11.
etw. stehtetw. ist steif und steht dadurch ab
Beispiele:
der Petticoat, Rock steht
salopp, übertrieben die Bluse steht vor Dreck (= ist überaus dreckig)
12.
Skisport einen Sprung stehenbei einem Sprung nicht stürzen, sicher mit beiden Beinen wieder aufkommen
Beispiele:
A hat den Sprung gestanden, konnte die Weite von 112 Metern nicht stehen
er stand 98 Meter
das war der weiteste gestandene Sprung
13.
etw. steht jmdm. (gut)etw. kleidet jmdn., sieht gut an jmdm. aus, passt zu jmdm.
Beispiele:
dieses Kleid, diese Farbe steht ihr gut, ausgezeichnet, nicht (gut)
(wie) steht mir der Hut?
Es kommt darauf an, wer es tut ... Clawdia steht es [Th. MannZauberb.2,199]
etw. steht jmdm. (gut) zu Gesicht
Beispiel:
dieses Benehmen stand ihr nicht zu Gesicht
14.
die Sache steht gutdie Sache hat Aussicht auf Erfolg
Beispiele:
die Angelegenheit steht gut, schlecht
alles steht zum Besten
umgangssprachlich wie stehen die Chancen? (= wie sind die Chancen beschaffen?)
umgangssprachlich wie stehen deine Finanzen?
das Getreide steht gut (= das Getreide verspricht eine gute Ernte)
es steht gut (mit jmdm., etw., um jmdn., etw.)jmds. Lage, die augenblickliche Beschaffenheit von etw. ist gut, es ist gut um jmdn., etw. bestellt
Beispiele:
mit ihrer Gesundheit, mit der Betreuung steht es nicht zum Besten
wenn es so steht, kann ich ja wieder gehen
umgangssprachlich wie steht's? (= wie geht es dir?)
umgangssprachlich, vertraulich wie geht's, wie steht's? (= wie geht es dir?)
Sport das Spiel steht (= hat einen Stand von) 2:0
Sport es steht 2:0, unentschieden
es steht schlimm mit ihr, und der Doktor fürchtet, daß es Tuberkeln sind [Th. MannBuddenbrooks1,439]
15.
jmd. steht (sich) gut mit jmdm.jmd. versteht sich gut mit jmdm., hat ein gutes Verhältnis zu jmdm.
Beispiele:
er stand (sich) gut mit seiner Mutter
sie stehen gut miteinander
wir stehen (uns) nicht gut
zu einer Sache, jmdm. positiv stehenzu einer Sache, jmdm. eine positive Einstellung haben
Beispiele:
wie stehst du zu diesem Problem, zu ihr?
wie ich zu der Sache stehe, weißt du
16.
zu etw., jmdm., hinter jmdm., etw., für etw., jmdn. stehenfür etw., jmdn. eintreten
a)
zu etw. stehen
Beispiele:
ich stehe zu dem, was ich getan habe
Ich stehe zu meinen Gefühlen [HagelstangeSpielball319]
etw. halten, einhalten
Beispiel:
ich stehe zu meinem Wort, Versprechen
b)
zu jmdm. stehenzu jmdm. halten, jmdm. beistehen
Beispiel:
ich werde immer zu dir stehen, was auch geschehen möge
c)
hinter jmdm., etw. stehenjmdn., etw. unterstützen
Beispiele:
er stand fest hinter ihrem Plan
Wie er diesmal hinter mir steht ... tut doch unendlich wohl [KlepperSchatten436]
d)
veraltend für etw., jmdn. stehenfür etw., jmdn. einstehen
Beispiele:
ich stehe (= garantiere) für nichts
für einen günstigen Ausgang des Prozesses stehe ich deshalb durchaus nicht (= verbürge ich mich deshalb durchaus nicht) [Th. MannBuddenbrooks1,541]
17.
salopp auf etw., jmdn. stehenfür etw., jmdn. eine besonders große Vorliebe haben
Beispiele:
ich stehe auf Jazz
er steht auf blonde Frauen
Denn er steht auf Krimis [WallraffWir brauchen Dich151]
18.
umgangssprachlich jmd. steht sich gutjmd. hat (ziemlich) viel Geld für seinen Lebensunterhalt, verdient, besitzt (ziemlich) viel Geld
Beispiel:
Die Genossenschaftsbauern stehen sich nicht schlecht [Weltbühne1959]
19.
auf eine bestimmte Tat steht eine bestimmte Strafefür eine bestimmte Tat legt das Gesetz eine bestimmte Strafe fest
Beispiele:
in diesem Land steht auf Mord die Todesstrafe
auf jmds. Kopf steht (= für jmds. Ergreifung gibt es) eine Belohnung
Einbruch, Raub, bewaffneter Raub sogar ... Er sagte sachlich: »Darauf steht Zuchthaus!« [NollHolt1,84]
20.
»etw. steht zu« + Inf.
drückt einen passivischen Sachverhalt aus
Beispiele:
es steht zu erwarten (= es kann, muss erwartet werden), dass ...
es steht zu hoffen, fürchten, dass ...
Unannehmlichkeiten standen zu befürchten [Th. MannBuddenbrooks1,372]
21.
etw. steht für etw.etw. vertritt etw.
Beispiele:
diese Namen stehen (stellvertretend) für viele
dieses Beispiel steht für viele
22.
Beispiele:
der Konjunktiv steht in der Regel in der indirekten Rede (= wird in der Regel in der indirekten Rede gebraucht)
dieses Verb steht mit präpositionalem Objekt
23.
gehoben etw. steht bei jmdm.etw. hängt von jmdm. ab, ist in jmds. Ermessen gestellt
Beispiele:
die Entscheidung stand bei ihm
das steht ganz bei dir
24.
papierdeutsch eine Frage stehteine Frage ist aufgeworfen, aufgetaucht und muss gelöst werden
Beispiele:
es steht die Frage der Erhöhung der Arbeitsproduktivität
Hundert Aufgaben stehen, und keine hat Zeit, auf die andere zu warten [BredelFünfzig Tage34]
25.
übertragen
Beispiele:
Rede und Antwort stehen (= sich verantworten, Rechenschaft ablegen)
seinen Mann stehen (= sich bewähren, behaupten)
er alarmierte die Polizei, rannte nach Hilfe, wie er ging und stand (= er alarmierte die Polizei, rannte nach Hilfe, sofort, ohne Aufenthalt oder Vorbereitungen)
jmd. weiß nicht, wo ihm der Kopf steht (= jmd. hat sehr viel zu tun, muss vielerlei bedenken)
etw. kommt jmdn., jmdm. teuer zu stehenjmd. muss für etw. viel bezahlen
Beispiel:
das wird dich, dir teuer zu stehen kommen (= das wirst du büßen müssen) (= das wird schlimme Folgen für dich haben)
umgangssprachlich etw. steht und fällt mit etw., jmdm.etw. ist einzig und allein von etw., jmdm. abhängig
Beispiel:
das Stück steht und fällt mit dieser Schauspielerin
etw. steht ins Hausetw. steht bevor, ist zu erwarten
Beispiel:
eine Überraschung steht dir ins Haus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stehen · gestanden · abstehen · Abstand · auferstehen · Auferstehung · aufstehen · Aufstand · aufständisch · ausstehen · Ausstand · Außenstände · beistehen · Beistand · bestehen · Bestand · beständig · Bestandteil · einstehen · Einstand · entstehen · gestehen · eingestehen · zugestehen · geständig · Geständnis · Umstand · unterstehen1 · Unterstand · unterstehen2 · vorstehen · Vorsteher · Vorstand · zustehen · Zustand · zuständig
stehen Vb. ‘auf die Füße gestellt sein, auf einer Stelle verharren’ geht zurück auf ahd. (8. Jh.), mhd. stēn, woraus (bei Überführung in die regelmäßige Konjugation mit zur Silbentrennung und wohl auch als Dehnungszeichen nach dem Muster von ↗sehen, s. d., eingefügtem h) stehen (zuerst md. 14. Jh.) wird. Ahd. mhd. stēn ist eine (wohl unter dem Einfluß von ahd. mhd. gēn neben gān, s. ↗gehen, entstandene) Nebenform zu ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. stān, mnl. staen, nl. staan, schwed. stå. Daneben besteht ein nasalierter und Dentalerweiterung aufweisender Stamm germ. *stand- in ahd. stantan (8. Jh.), mhd. standen, asächs. standan, mnl. standen, aengl. standan, engl. to stand, anord. standa, got. standan (wozu auch ↗Stand und mit sekundärem Ablaut ↗Stunde, s. d., gehören). Wie Präteritalformen ohne n (got. stōþ, stōþum, aengl. stōd, stōdon, engl. stood ‘stand, standen’) zeigen, war der Nasal in germ. *stand- ursprünglich nur präsensbildend. Verwandt sind aind. sthā- ‘stehen’, tíṣṭhati ‘steht’, griech. histánai, Aorist stḗnai (ἱστάναι, στῆναι) ‘stellen’, lat. stāre ‘stehen’, air. tair(ṡ)issiur ‘stehe, bleibe stehen’, lit. stóti ‘sich (hin)stellen, treten’, aslaw. stojati, russ. stoját’ (стоять) ‘stehen’, aslaw. stati ‘sich stellen’, russ. stat’ (стать) ‘werden, anfangen, sich stellen’. Man vereinigt alle Formen unter einem Wurzelansatz ie. *stā, *stə- ‘stehen, stellen’ und betrachtet die aspirierte Tenuis (th) des Aind. als Neuerung gegenüber der ie. Ausgangsform. Das ā in den Kurzformen des germ. Verbs (statt eines lautgesetzlich zu erwartenden germ. ō) geht auf eine frühe Angleichung an das unter ↗gehen (s. d.) behandelte, zur Wurzel ie. *g̑hē-, *g̑hēi- gehörende Gegenwort zurück (vgl. ahd. mhd. gān, s. oben). An die Wurzel ie. *stā- bzw. deren unterschiedliche Erweiterungen schließen sich eine Vielzahl von Wörtern an (s. z. B. ↗Stadel, ↗Stadt, ↗Statt, ↗Staude, ↗stauen, ↗staunen, ↗stet, ↗Steuer f. ↗Steuer n., ↗stieren, ↗Stuhl, ↗stur, ↗Stute, ↗stützen). gestanden Part.adj. ‘erfahren, gesetzt’ (ein gestandener Mann), spätmhd. gestanden ‘groß, erwachsen’, also wohl ‘zum Stehen gekommen’. abstehen Vb. ‘von etw. ablassen, abgehen, von etw. entfernt sein’, seit dem 16. Jh. auch ‘durch langes Stehen an Qualität verlieren, verderben’, mhd. abestān, abestēn, auch ‘absteigen’ (vom Pferd); Abstand m. ‘Distanz, Entfernung’ (17. Jh.), ‘das Ablassen, Aufgeben von etw.’ (15. Jh.), Abstand nehmen von etw. ‘auf etw. verzichten’ (19. Jh.). auferstehen Vb. ‘vom Tode wieder erstehen’, ahd. ūfirstantan, -stān, -stēn (9. Jh.), mhd. ūferstān ‘aufstehen, sich erheben, vom Tode auferstehen’; Auferstehung f. ‘Wiedererwecktwerden vom Tode’ (15. Jh.); vgl. mhd. ūferstandunge. aufstehen Vb. ‘sich erheben’, ahd. ūfstantan, -stān, -stēn (9. Jh.), mhd. ūfstān, auch ‘jmdm. aufkündigen, aus dem Dienst treten’; Aufstand m. ‘Erhebung, Empörung, Aufruhr’, spätmhd. ūfstant; aufständisch Adj. ‘aufrührerisch, sich erhebend, empörend’ (19. Jh.). ausstehen Vb. ‘fällig, zu zahlen sein’ (14. Jh.), ‘weggehen, seinen Dienst verlassen, eine Verpflichtung erfüllen’ (15. Jh.), ‘etw. bis zum Ende durchstehen, ertragen, aushalten’ (16. Jh.), mhd. ūʒstān, -stēn ‘aus-, wegbleiben, ausruhen (vom Pferd)’; Ausstand m. ‘Arbeitsniederlegung, Streik’; seit dem 17. Jh. im Obd. (zunächst im Bair.) in der speziellen Bedeutung ‘Ausscheiden aus einem Dienst, einer Stellung’ (Gegensatz Einstand, s. unten); seit den 80er Jahren des 19. Jhs. auf Arbeitsniederlegungen bezogen; in dieser Bedeutung seit etwa 1890 allgemein verbreitet neben dem aus dem Engl. entlehnten Konkurrenzwort ↗Streik (s. d.). Außenstände Plur. ‘fälliges, noch nicht (zurück)gezahltes Geld’ (19. Jh.); älter Ausstände Plur., Ausstand m., mhd. ūʒstant ‘ausstehendes Geld’. beistehen Vb. ‘unterstützen, helfen’, ahd. bīstantan, -stān, -stēn (9. Jh.), mhd. bīstān ‘dabeistehen, Hilfe leisten’; Beistand m. ‘Hilfe, Unterstützung’, spätmhd. bīstant. bestehen Vb. ‘(auf längere Zeit) existieren, vorhanden sein, erfolgreich zum Ende führen’, ahd. bistantan, -stān, -stēn ‘bleiben, verharren’ (9. Jh.), mhd. bestān, bestēn ‘stehenbleiben, standhalten, umstehen, entgegentreten, feindlich angreifen, etw. unternehmen’; Bestand m. ‘Dauer, Existenz, Vorrat’, frühnhd. bestant (Anfang 15. Jh.), auch ‘Waffenstillstand, Pacht’; vgl. ahd. bistentida f. (10. Jh.); beständig Adj. ‘dauerhaft, immer wiederkehrend, festbleibend’, mhd. bestendec; Bestandteil m. ‘Teil eines Ganzen, einer größeren Einheit’ (18. Jh.). einstehen Vb. ‘für etw. eintreten, bürgen, etw. verantworten’ (18. Jh.), frühnhd. ‘in eine Gemeinschaft eintreten, einen Dienst antreten’, spätmhd. īnstān (substantiviert) ‘das In-sich-selbst-Sein’; Einstand m. ‘Amts-, Dienstantritt, Eintrittsleistung, -geld, Eintrittsschmaus’, spätmhd. īnstant ‘Vorkaufsrecht, Einstellung der Gerichtsverhandlung’. entstehen Vb. ‘sich entwickeln, hervorgehen’, ahd. intstantan, -stān, -stēn ‘verstehen’ (8. Jh.), mhd. entstān, -stēn ‘verstehen, wahrnehmen, merken’, vom Mhd. an auch (gemäß den unterschiedlichen Verwendungen von ↗ent-, s. d.) ‘sich von etw. wegstellen, entgehen, mangeln’ (so bis ins 19. Jh.) und ‘zu sein beginnen, werden’. gestehen Vb. ‘bekennen, nicht leugnen’, ahd. gistantan, -stān, -stēn ‘(be)stehen, fest-, stillstehen, beruhen, aufhören, anfangen, standhalten’ (9. Jh.), mhd. gestān, -stēn, auch ‘sich stellen, treten, beistehen, zugestehen, wozu stehen, bekennen (vor Gericht), kosten’; eingestehen Vb. ‘bekennen’ (18. Jh.); zugestehen Vb. ‘gewähren, einräumen’ (17. Jh.); vgl. mhd. zuogestēn ‘mit jmdm. einmütig sein, zur Seite stehen’; geständig Adj. ‘seine Schuld bekennend’ (16. Jh.), mhd. gestendec ‘beständig, unveränderlich, einwilligend, zustimmend, hilfreich’; Geständnis n. ‘Bekenntnis der Schuld, das Eingestehen’ und ‘das Eingestandene’ (17. Jh.). Umstand m. ‘besondere Lage, Sachverhalt’ (15. Jh.), in (gesegneten, anderen) Umständen sein ‘schwanger sein’ (17. Jh.), ‘Umschweif, Umständlichkeit’ (15. Jh.), (keine) Umstände (‘Umständlichkeiten’) machen (16. Jh.), ‘(keine) Mühe, Förmlichkeit machen’ (18. Jh.); vgl. mhd. umbestant ‘was, wer herumsteht’ (kollektiver Sing.). unterstehen1 Vb. ‘unter einem Schutzdach stehen, sich unterstellen’, spätmhd. understān, -stēn; Unterstand m. ‘Unterkunft, wo man sich unterstellt, Schutz’ (16. Jh.), militärisch ‘abgedeckter Schutzraum’ (19. Jh.), spätmhd. understant ‘Stütze, Hilfe’. unterstehen2 Vb. ‘untergeordnet, unterstellt sein’ (17. Jh.), reflexiv ‘wagen, sich erlauben, erdreisten’ (16. Jh.), ahd. untarstantan, -stān, -stēn ‘haltmachen, zukommen’ (8. Jh.), mhd. understān, -stēn ‘zustande bringen, bewirken, bestehen, bekämpfen’, reflexiv ‘etw. unternehmen, sich einer Sache unterziehen’. ↗verstehen s. d. vorstehen Vb. ‘hervorragen, an der Spitze stehen, leiten’, ahd. forastantan, -stān, -stēn ‘voranstehen, sich auszeichnen, vorhanden sein’ (9. Jh.), mhd. vorestān, -stēn ‘bevorstehen, sorgen für, regieren’; Vorsteher m. ‘Leiter’ (16. Jh.); Vorstand m. ‘Leitungsgremium, Leiter’ (Anfang 19. Jh.), älter ‘Verteidiger, Bürge’ (15. Jh.), ursprünglich auch ‘Zustand des Stehens vor einem anderen oder etw. anderem, Bürgschaft, erste Stelle’ (16. Jh.). Widerstand, widerstehen s. ↗wider. zustehen Vb. ‘von Rechts wegen gebühren, Anspruch auf etw. haben’ (15. Jh.), mhd. zuostān, -stēn ‘verschlossen sein, zu einem treten, ihm beistehen, zukommen, angehören, zuständig sein’; Zustand m. ‘Art und Weise, Verhältnisse, worin sich Personen und Dinge befinden’ (17. Jh.), älter ‘Hinzugehöriges, Dabeistehendes’ (15. Jh.); zuständig Adj. ‘zur Sache gehörig, kompetent’, auch ‘dazugehörig’ (16. Jh.), ‘zeitlich bevorstehend’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
stehen · ↗stillstehen
Assoziationen
  • Rühren!  militärisch · Rührt euch!  militärisch · Stehen Sie bequem!  militärisch
Antonyme
  • stehen
Synonymgruppe
zu lesen sein · zu lesen stehen  ●  (irgendwo) stehen (Text)  Hauptform · geschrieben stehen  geh. · ↗lesen (können)  geh.
Assoziationen
  • (auf Papier) gedruckt · auf Papier · ausgedruckt · in Papierform · in nicht-elektronischer Form · ↗schriftlich  ●  schwarz auf weiß  ugs.
  • (irgendwo) stehen · abgedruckt sein · zu finden sein  ●  ↗(irgendwo) sein  variabel · ↗zieren  geh., scherzhaft-ironisch
Synonymgruppe
auf den Füßen stehen · aufrecht stehen · stehen
Assoziationen
Antonyme
  • stehen · stehen
Synonymgruppe
(für etwas) stehen · (sich) zu etwas namentlich bekennen · mit seinem Namen (für etwas) werben · seinen Namen (für etwas) hergeben · unter der Nennung des eigenen Namens unterstützen  ●  ↗(etwas) unterschreiben  ugs., fig.
Synonymgruppe
abgeschlossen · ↗abgetan · ↗erledigt · ↗fertig · fertig geworden · fertiggestellt · geklärt · ↗perfekt · stehen · ↗vollendet · vollzogen · ↗vorüber · zu Ende gebracht  ●  in trockenen Tüchern  fig. · (die) Kuh ist vom Eis  ugs., fig. · Das hätten wir.  ugs., Spruch · Das wäre geschafft.  ugs., Spruch · abgefrühstückt  ugs., salopp · abgehakt  ugs. · ↗durch  ugs. · gegessen  ugs. · geschafft haben  ugs. · getan  ugs. · unter Dach und Fach (sein)  ugs., fig. · vollbracht  geh. · vom Tisch (sein)  ugs., fig. · ↗weg  ugs.
Unterbegriffe
  • fast fertig  ●  so gut wie fertig  ugs.
Assoziationen
  • abgelaufen · beendet · es war einmal (und ist nicht mehr) · gelaufen · ↗gewesen · ↗herum · ↗passé · vergangen · ↗vorbei · vorbei (sein) mit · ↗vorüber  ●  ↗passee  alte Schreibung bis 2017 · tot und begraben (z.B. Hoffnungen)  fig. · Essig (sein) mit  ugs. · aus (sein) mit  ugs. · aus und vorbei  ugs. · ↗dahin  geh. · das war (ein)mal  ugs. · rum  ugs. · ↗verflossen  ugs.
  • (etwas ist für jemanden) erledigt · (jemandem) verziehen haben · vergeben und vergessen (sein)
  • (das wäre) geschafft! · Mission erfüllt. · es ist vollbracht! (pathetisch) · fertig!
  • abgemacht · abgesprochen · ↗ausgemacht · beschlossene Sache · festgelegt · ↗feststehen · geklärt · ↗perfekt · verabredet · vereinbart  ●  stehen  Jargon · geritzt  ugs.
  • Das ist (längst) Geschichte. · Der Fall ist abgeschlossen. · Der Fall ist ad acta gelegt. · Die Angelegenheit ist abgeschlossen. · Die Geschichte ist (schon) lange vorbei. · Die Sache ist erledigt.  ●  Das Ding ist gelaufen.  ugs. · Der Drops ist gelutscht.  ugs. · Der Käse ist gegessen.  ugs. · Die Sache ist gegessen.  ugs. · Die Suppe ist gegessen.  ugs. · das war's (denn wohl)  ugs.
  • (ein) Foto gemacht haben (von) · (eine) Aufnahme abgeschlossen haben · auf Zelluloid gebannt  ●  (etwas) im Kasten haben  ugs.
  • (das) Schlimmste überstanden haben · (es) gepackt haben · (es) geschafft haben · (es) überstanden haben · aus dem Gröbsten heraus sein · aus dem Schneider sein · fein raus sein · hinter sich haben · überstanden sein  ●  (noch einmal) (die) Kurve gekriegt haben  fig. · über den Berg sein  fig. · durch sein mit  ugs.
  • nicht (mehr) aufzuhalten · nicht (mehr) zu ändern  ●  ↗perfekt  ugs.
  • (Es) ist ausgestanden. · Das ist (längst) Geschichte. · Der Fall ist abgeschlossen. · Der Fall ist ad acta gelegt. · Die Angelegenheit ist abgeschlossen. · Die Geschichte ist (schon) lange vorbei. · Die Sache ist erledigt.  ●  Vorbei ist vorbei.  Redensart · Was gewesen ist, ist gewesen.  sprichwörtlich · Das Ding ist gelaufen.  ugs. · Der Drops ist gelutscht.  ugs., fig., Spruch · Der Fisch ist gegessen.  ugs., Redensart, sprichwörtlich, fig. · Der Käse ist gegessen.  ugs., fig., Spruch · Die Sache ist gegessen.  ugs., fig. · Die Suppe ist gegessen.  ugs., fig. · das war's (denn wohl)  ugs.
  • abschließen (ein Geschäft) · perfekt machen (einen Handel) · unter Dach und Fach bringen · zum Abschluss bringen  ●  ↗(etwas) klarmachen  ugs. · ↗eintüten  ugs., fig.
  • (fertig) ausformuliert · bis ins letzte Detail ausdiskutiert · unterschriftsbereit · zur Unterschrift bereit  ●  ↗unterschriftsreif  Hauptform
  • abgeschlossen sein (Arbeiten, Ausbildung) · beendet (sein) · ↗fertig (sein) · fertig geworden · fertig vom Band rollen · fertiggestellt (sein) · vollendet sein (Bauwerk) · vollständig ausgeführt · vollständig durchgeführt · zu Ende geführt (sein)  ●  ↗abgedreht (Film)  fachspr., Jargon
Synonymgruppe
(jemandem) stehen · (jemandes) Vorzüge betonen  ●  ↗(jemandem) schmeicheln  geh. · ↗(jemanden) kleiden  geh., veraltend · ↗kleidsam (sein)  geh., veraltend · toll aussehen (in / mit / bei)  ugs., variabel
Assoziationen
  • was hältst du davon?  ●  (na,) was sagst du!?  ugs. · wie findest du's?  ugs.
Synonymgruppe
(irgendwo) stehen · abgedruckt sein · zu finden sein  ●  ↗(irgendwo) sein  variabel · ↗zieren  geh., scherzhaft-ironisch
Assoziationen
  • zu lesen sein · zu lesen stehen  ●  (irgendwo) stehen (Text)  Hauptform · geschrieben stehen  geh. · ↗lesen (können)  geh.
  • anzutreffen sein · ↗auftreten · nicht ausbleiben · ↗vorkommen · zu finden sein · zu sehen sein
Synonymgruppe
(irgendwo) liegen · ↗(irgendwo) sein · ↗(irgendwo) sitzen · ↗(irgendwo) stecken · (irgendwo) stehen · (irgendwo) zu finden sein · ↗(sich) befinden
Synonymgruppe
abgemacht · abgesprochen · ↗ausgemacht · beschlossene Sache · festgelegt · ↗feststehen · geklärt · ↗perfekt · verabredet · vereinbart  ●  stehen  Jargon · geritzt  ugs.
Unterbegriffe
  • (alles vorher) abgesprochen · (im Vorhinein) abgestimmt · abgekartet · ausgekungelt · heimlich vereinbart · insgeheim verabredet
Assoziationen
  • (ist) abzusehen · nur noch eine Frage der Zeit · wird kommen
  • (mit etwas) durch sein · (schon) vorbei sein · abgehakt sein · der Vergangenheit angehören · erledigt sein · hinter sich haben  ●  abgefrühstückt sein  ugs. · gelaufen sein  ugs.
  • abgeschlossen · ↗abgetan · ↗erledigt · ↗fertig · fertig geworden · fertiggestellt · geklärt · ↗perfekt · stehen · ↗vollendet · vollzogen · ↗vorüber · zu Ende gebracht  ●  in trockenen Tüchern  fig. · (die) Kuh ist vom Eis  ugs., fig. · Das hätten wir.  ugs., Spruch · Das wäre geschafft.  ugs., Spruch · abgefrühstückt  ugs., salopp · abgehakt  ugs. · ↗durch  ugs. · gegessen  ugs. · geschafft haben  ugs. · getan  ugs. · unter Dach und Fach (sein)  ugs., fig. · vollbracht  geh. · vom Tisch (sein)  ugs., fig. · ↗weg  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anfang Ende Frage Mittelpunkt Programm Seite Spitz Verfügung Vordergrund anstehen auch aufstehen ausstehen da dastehen er es feststehen gegenüberstehen hier ich jetzt nicht noch nun nur sie so wir zustehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›stehen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hier stehe ich und erinnere mich an die Zeit vor 55 Jahren.
Archiv der Gegenwart, 2001 [2000]
Erst seit richtig viel Geld auf dem Spiel steht, wachten die meisten deutschen Manager auf.
Die Zeit, 17.06.1999, Nr. 25
Daneben stehen andere, bei denen sie sich teils nicht steigern, teils abnehmen.
Weber, Max: Zur Psychophysik der industriellen Arbeit. In: Weber, Marianne (Hg.), Gesammelte Aufsätze zur Soziologie und Sozialpolitik, Tübingen: Mohr 1924 [1908], S. 171
Wo auch die Moral vergiftet ist, da steht es schlimm.
Schmoller, Gustav: Grundriß der Allgemeinen Volkswirtschaftslehre Erster Teil, Berlin: Duncker & Humblot 1978 [1900], S. 50
Hinter ihm steht zuschauend eine Frau, eine andere beugt sich über einen Altar.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. II,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1893], S. 25396
Zitationshilfe
„stehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/stehen>, abgerufen am 18.10.2019.

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