statthaben

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungstatt-ha-ben
eWDG, 1976

Bedeutung

gespreizt
Synonym zu stattfinden
Beispiel:
Künstler müßten natürlich in der Stadt leben, weil dort die Kultur statthabe [Th. MannFaustus6,281]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das geschichtliche Ereignis von 1789 ist an diesem Abend, wenn überhaupt es je statthatte, mindestens eine Ewigkeit her.
Die Zeit, 07.08.1981, Nr. 33
Es müsse ein „fruchtbarer Ausgleich zwischen der Polarität der verschiedenen Generationen“ statthaben.
Die Zeit, 02.07.1971, Nr. 27
Tatsächlich haben in der Vergangenheit wiederholt Dispute über das Recht an manchen Plätzen in diesem Gebiet stattgehabt.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1959]
Sie verlangen unbedingte Geltung, weil es keinen Fall geben kann, wo sittliche Widervernünftigkeit statthaben darf.
Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe - I,J. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1904], S. 30542
Die über das Tauschwertmedium laufenden Transaktionen fallen aus der Intersubjektivität sprachlicher Verständigung heraus, werden zu etwas, das in der objektiven Welt statthat, zur Pseudonatur.
Habermas, Jürgen: Theorie des kommunikativen Handelns - Bd. 1. Handlungsrationalität und gesellschaftliche Rationalisierung, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1981, S. 479
Zitationshilfe
„statthaben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/statthaben>, abgerufen am 23.08.2019.

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