störrisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungstör-risch
Wortbildung mit ›störrisch‹ als Erstglied: ↗Störrischkeit
eWDG, 1976

Bedeutung

starrsinnig auf seinem Willen beharrend, sich anderen widersetzend
Beispiele:
ein störrisches Kind
sein störrischer Sinn
ein störrisches (= widersetzliches) Betragen
ein störrisches (= widerspenstiges) Pferd
störrisch antworten, schweigen
sich störrisch benehmen
störrisch wie ein Esel sein
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

störrisch · störrig
störrisch Adj. ‘widerspenstig, uneinsichtig’ (16. Jh.) ist wie (heute seltenes) störrig (älter auch storrig) ‘steif, hart, emporstarrend’, übertragen ‘halsstarrig, starrsinnig, widerstrebend, widerspenstig’ (15. Jh.) abgeleitet von dem unter ↗starren (s. d.) angeführten Substantiv mhd. storre, frühnhd. Storre(n) ‘Baumstumpf’ (nhd. noch mundartlich), also eigentlich ‘starr, steif wie ein Baumstumpf’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(ein) sturer Bock (sein) · ↗bockbeinig · ↗bockig · ↗dickköpfig · ↗dickschädelig · stur wie ein Bock · stur wie ein Esel · ↗trotzig · unfügsam · ↗widerborstig · ↗widersetzlich · ↗widerspenstig  ●  störrisch  Hauptform · ↗unduldsam  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
bockig · ↗eigensinnig · ↗halsstarrig · ↗hartnäckig · ↗rechthaberisch · ↗renitent · ↗starrköpfig · ↗starrsinnig · störrisch · ↗unbelehrbar · ↗unbeugsam · ↗uneinsichtig · ↗unnachgiebig · ↗unverbesserlich · ↗widerspenstig  ●  ↗stur  Hauptform · ↗beratungsresistent  ugs. · ↗dickköpfig  ugs. · ↗nickelig  ugs. · stur wie ein Panzer  ugs. · sturköpfig  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beharren Eigensinn Esel Festhalten Gaul Greis Hengst Kamel Maulesel Patriarch Rentier Verweigerung Weigerung Ziege beharren bisweilen bocken bockig eigenwillig hartnäckig selbstbewußt stur trotzig unbequem uneinsichtig weigern widersetzen widerspenstig wortkarg zuweilen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›störrisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf jeden Fall hatten die Grimms von störrischen alten Damen jetzt erst mal genug.
Die Zeit, 16.12.2012, Nr. 50
Bei einigen war sie kompromissbereit, bei vielen blieb sie störrisch.
Der Tagesspiegel, 10.05.2002
Und auch der Esel wurde störrisch und ging immer langsamer.
Hilsenrath, Edgar: Das Märchen vom letzten Gedanken, München: Piper 1989, S. 130
Wie sollte sonst der harte Dienst ihren störrischen Willen gewinnen?
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 83
Er hatte versucht, den störrischen Mut der Nonnen zu lockern.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das dritte Reich des Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1925], S. 978
Zitationshilfe
„störrisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/störrisch>, abgerufen am 21.05.2019.

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