stänkern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungstän-kern (computergeneriert)
Wortbildung mit ›stänkern‹ als Erstglied: ↗Stänkerei · ↗Stänkerer  ·  mit ›stänkern‹ als Letztglied: ↗anstänkern · ↗herumstänkern  ·  mit ›stänkern‹ als Grundform: ↗verstänkern
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Gestank erzeugen
Beispiel:
er stänkerte, indem er trockenes Laub und Unkraut verbrannte
2.
salopp, abwertend Streit suchen, schüren, Unfrieden stiften
Beispiele:
immer muss er stänkern
warum stänkerst du schon wieder mit ihm, gegen ihn?
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stänkern · Stänker · Stänkerei
stänkern Vb. ‘Gestank verursachen’, besonders übertragen ‘Streit, Zank anstiften’, auch ‘unberechtigt fremdes Eigentum durchsuchen’ (eigentlich ‘dem Gestank nachgehen’), belegt seit dem 17. Jh. nach älter bezeugtem bestenckern, erstenckern (16. Jh.). Es handelt sich um Iterativbildungen zu frühnhd. stänken ‘Gestank erzeugen’, ahd. stenken ‘räuchern, duften’ (um 900), mhd. stenken ‘Geruch erzeugen’, einem Kausativum zu dem unter ↗stinken (s. d.) behandelten Verb. Stänker m. ‘Zanksüchtiger’, auch ‘unberechtigt fremdes Eigentum durchsuchende Person’, früher ‘wer stinkt’ (17. Jh.). Stänkerei f. ‘Streiterei, Händel’ (17. Jh.), zuerst in der Studentensprache, von da aus allgemein.

Thesaurus

Synonymgruppe
Streit suchen · Unfrieden stiften · Unruhe (in etwas) bringen · Unruhe stiften  ●  Stunk machen  ugs. · stänkern  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Gestank erzeugen · Gestank machen · stänkern
Synonymgruppe
giften · ↗höhnen · ↗pesten · stänkern · ↗ätzen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kanzler anstänkern herum mal sticheln ständig weiter

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›stänkern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn es denn sein musste, sollte er eben mal gegen den Kanzler stänkern.
Süddeutsche Zeitung, 30.01.2004
Ich lasse dich nicht in Stich, wenn einer stänkern sollte.
Fritsch, Gerhard: Fasching, Hamburg: Rowohlt 1967, S. 92
Statt beschämt zu schweigen und über seine Positionen nachzudenken, stänkert Karsli weiter.
Bild, 28.09.2002
Gerade drei Monate ist es her, da habe ich gegen Füllungen gestänkert.
Die Zeit, 08.12.1997, Nr. 49
Alsdann stänkert die messerscharfe Frieda die Wittling-Söhne Hermann und Adolf aus dem Haus.
Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 261
Zitationshilfe
„stänkern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/stänkern>, abgerufen am 16.06.2019.

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