speckig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungspe-ckig
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
a)
abgewetzt u. auf fettig-glänzende Weise schmutzig
b)
wie Speck (glänzend)
2.
umgangssprachlich, abwertend in unangenehmer Weise dick, fett; feist
3.
landschaftlich nicht richtig durchgebacken u. deshalb klebrig-teigig
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Speck · speckig · Speckseite
Speck m. ‘unter der Haut sitzendes festes Fettgewebe’ (besonders beim Schwein), ahd. spec (10. Jh., ubarspicki ‘Schmer, Fett’, 8. Jh.), mhd. spec (Genitiv speckes), asächs. spekk, mnd. spek, mnl. spec, nl. spek, afries. spek, aengl. spic, anord. spik, schwed. (wohl aus dem Mnd.) späck setzen germ. *spiku-, *spik(k)a- voraus. Weitere Herkunft ungewiß. Verwandtschaft mit aind. sphik ‘Hinterbacke, Hüfte’ ist möglich, so daß von einer Bildung mit Gutturalformans zu ie. *spi-, Variante der unter ↗sparen, ↗spät und ↗sputen (s. d.) angeführten Wurzel ie. *sp(h)ē(i)- ‘gedeihen, sich ausdehnen, dick werden, vorwärtskommen, Erfolg haben, gelingen’, ausgegangen werden kann, wozu auch aind. sphā́yatē ‘wird feist, nimmt zu’, sphirá- ‘feist’ gehören. speckig Adj. ‘wie Speck glänzend, fettig, abgegriffen und schmutzig’ (18. Jh.), älter speckicht (17. Jh.). Speckseite f. ‘großes geräuchertes Speckstück von einer Körperseite des Schweins’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
fettig · ↗schmalzig · speckig
Synonymgruppe
abgewetzt · ↗blank (Stoff) · blankgescheuert · speckig · verspeckt
Assoziationen
Synonymgruppe
blank · ↗glänzend · reflektierend · speckig (oft abwertend) · spiegelnd
Assoziationen
  • blendend · gleißend · gleißend hell · ↗grell · leuchtend · neon... · sehr hell · stark glänzend · stark reflektierend · strahlend  ●  leuchtkräftig  fachspr.
  • flimmernd · flirrend · schimmernd · zitternd (Licht)
  • glimmend · glimmernd · schimmernd · schwach glühend · schwach leuchtend
  • blinkend · funkelnd · glitzernd

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anzug Haar Hose Hut Jacke Jeans Lederhose Lederhut Lederjacke Lederweste Matratze Mütze Nacken Schirmmütze Sofa Wand abgegriffen geworden glänzen glänzend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›speckig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zweimal zog ich sie zu Hause noch an, wenn auch verunsichert vom Stil des speckigen Kragens.
Die Zeit, 06.09.2010, Nr. 36
Sie ist über die vielen Jahre abgenutzt und speckig geworden.
Die Welt, 31.03.1999
Sie drückte sich mit geradem Rücken gegen die speckige Sessellehne.
Kuckart, Judith: Lenas Liebe, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 26
Die Wände, mit schmutzig gelber Ölfarbe gestrichen, geben speckig erstes Herbstlicht zurück.
Ossowski, Leonie: Die große Flatter, Weinheim: Beltz & Gelberg 1986 [1977], S. 190
Er hatte ein Fleisch am Leibe, das war nicht fett, nicht speckig, sogar saß es ihm fest an, es war nur so sichtbar.
Johnson, Uwe: Jahrestage, Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1970, S. 288
Zitationshilfe
„speckig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/speckig>, abgerufen am 26.04.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Speckhals
Speckgürtel
Speckgriefe
Speckgriebe
Speckfett
Speckjäger
Speckkäfer
Speckknödel
Speckkuchen
Specknacken