sekkieren

GrammatikVerb · sekkiert, sekkierte, hat sekkiert
Aussprache
Worttrennungsek-kie-ren (computergeneriert)
HerkunftItalienisch
Wortbildung mit ›sekkieren‹ als Grundform: ↗Sekkatur · ↗sekkant
eWDG, 1976

Bedeutung

österreichisch jmdn., ein Tier quälen
Beispiele:
er sekkiert die ganze Familie und die halbe Nachbarschaft [E. WeberÖsterreich103]
wie ein mutiger Käfer, den Kinder sekkieren, tauchte er immer wieder auf [BronnenDeutschland50]
jmdm. sehr zusetzen
Beispiel:
er sekkierte sie so lange, bis sie seinen Wunsch erfüllte
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sekkieren Vb. (heute noch öst.) ‘belästigen, plagen, necken’, entlehnt (18. Jh.) aus gleichbed. ital. seccare, eigentlich ‘aus-, vertrocknen’, aus lat. siccāre ‘trocknen’, zu lat. siccus ‘trocken’.

Thesaurus

Synonymgruppe
belästigen · ↗reizen · ↗ärgern  ●  sekkieren  österr. · aus der Fassung bringen  ugs. · feigeln  ugs., österr. · ↗fuchsen  ugs.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn die Welt sich nicht traktieren läßt, werden eben die Menschen sekkiert.
konkret, 1997
Seit langem mit der Frauenfrage sekkiert, hoffen die Musiker nun auf eine Generalpause.
Süddeutsche Zeitung, 01.03.1997
Wenn der neue Parteichef seinen Rivalen nicht selbst an den Kanthaken kriegt, lässt er zumindest dessen Hintersassen ernsthaft sekkieren.
Süddeutsche Zeitung, 03.07.2004
Zitationshilfe
„sekkieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/sekkieren>, abgerufen am 13.11.2019.

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