schnipsen

Alternative Schreibungschnippsen
GrammatikVerb
Worttrennungschnip-sen ● schnipp-sen (computergeneriert)
Grundformschnippen
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

Synonym zu schnippen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schnip(p) · schnip(p)s · Schnip(p) · Schnip(p)s · schnippschnapp · schnippen · schnippern · schnip(p)sen · schnippeln · Schnippchen · Schnippel · Schnipsel
schnip(p), schnip(p)s Interjektion Schallwort für ein kurzes, knipsendes Geräusch mit den Fingern, beim Schneiden mit der Schere (16. Jh.), substantiviert Schnip(p), Schnip(p)s m. ‘schnelle, knispsende Bewegung, schnappender Schnitt mit der Schere, abgeschnittenes Stück, Kleinigkeit, Unbedeutendes’ (16. Jh.), auch ‘kurzer Augenblick’ (in eim Schnips ‘im Nu’, 16. Jh.). Mit lautmalendem Vokalwechsel (Sekundärablaut) schnippschnapp Interjektion Schallnachahmung des wiederholten Schneidens oder Klapperns (15. Jh.), substantiviert mhd. snippensnap m. ‘Schwätzer’, auch scherzhaft für ‘Schneider’ (17. Jh.), und Schnippschnapp(schnurr) n. ein Kartenspiel (18. Jh.). schnippen Vb. (mit sich aneinander reibenden Fingern) ‘eine schnelle, einen hellen, knipsenden Ton hervorrufende Bewegung machen’ (16. Jh.), ‘mit der Schere zuschnappen’ (18. Jh.), md. nd. snippen (auch ‘schwatzen, plaudern, zischeln’, 16. Jh.), nl. snippen, engl. to snip ‘schneiden’, nhd. (obd.) schnipfen ‘in kleine Stücke schneiden, mit einer schnellen Bewegung etw. wegschnappen’. Daneben gleichbedeutend, doch intensivierend schnippern Vb. (17. Jh.), schnip(p)sen Vb. und schnippeln Vb. (beide 18. Jh.). Schnippchen n. ‘schnellende, knipsende Bewegung und das dabei entstehende Geräusch’ (Schnipgin, Anfang 17. Jh.), meist in der Wendung ein Schnippchen schlagen ‘sich lustig machen, einen Streich spielen’ (17. Jh.), Deminutivum zu Schnip(p) m. (s. oben). Schnippel m. n. ‘kleines abgeschnittenes oder abgerissenes Stück’ (um 1800), nd. Snippel; intensivierend. Schnipsel m. n. (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
schnellen · ↗schnippen · schnipsen  ●  ↗schnalzen  ugs., österr., bair. · ↗schnicken  ugs.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Finger schnipsen, Hände wedeln wild, keiner will austreten, jeder was sagen.
Süddeutsche Zeitung, 03.02.1999
Wenn ein Gast sie wollte, brauchte er nur mit dem Finger zu schnipsen.
Bild, 16.06.1997
Er zog an seiner Zigarette und schnipste sie in hohem Bogen davon.
Franck, Julia: Lagerfeuer, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2003, S. 167
Er begibt sich wieder auf die Ausgangsstellung, den nächsten Sender schon im Sinn, schnipst.
Becker, Jurek: Jakob der Lügner, Berlin: Aufbau-Verl. 1969, S. 153
Der küßte seinen rechten Zeigefinger und schnipste ihr dann mit dem Mittelfinger den Kuß zu.
Nöstlinger, Christine: Gretchen Sackmeier, Hamburg: Oetinger 1988 [1981], S. 164
Zitationshilfe
„schnipsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/schnipsen>, abgerufen am 16.10.2019.

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