schniefen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungschnie-fen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›schniefen‹ als Erstglied: ↗Schniefnase
eWDG, 1976

Bedeutung

mitteldeutsch, umgangssprachlich hörbar, geräuschvoll durch die Nase atmen
Beispiele:
wegen seines Schnupfens schniefte er den ganzen Tag
schniefend Luft holen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schnieben · schniefen
schnieben Vb. ‘laut durch die Nase ein- und ausatmen’, omd. Bildung des 17. Jhs. zu ↗schnauben (s. d.) mit dem dessen starker Präteritalform schnob entsprechenden Präsensvokal -ie-. Landschaftlich (nordostd. und omd.) auch schniefen Vb. (17. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kokain Nase Taschentuch husten hüsteln niesen schluchzen schlucken schneuzen schnupfen spritzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schniefen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann schnieft wieder Millionen Deutschen ihre Nase, tränen und jucken Millionen die Augen.
Bild, 28.01.1998
Er schniefte, zog lautstark den Inhalt seiner Nase hoch und spuckte aus.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 206
Seine Nase läuft, er schnieft, das ist der Entzug, so harmlos fängt er an.
Die Zeit, 19.03.2008, Nr. 12
Sie rauchen und schniefen und quatschen von früher, die alten Arschlöcher.
Späth, Gerold: Commedia, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1980 [1980], S. 1
Ich heulte und schniefte und hörte zwischendurch die Geräusche aus der Zentralheizung.
Brussig, Thomas: Wasserfarben, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1991], S. 55
Zitationshilfe
„schniefen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/schniefen>, abgerufen am 26.06.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Schniedelwutz
Schniedel
schnieben
Schnickschnack
schnicken
Schniefnase
schniegeln
schnieke
Schniepel
Schnip