schnacken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungschna-cken
Wortbildung mit ›schnacken‹ als Erstglied: ↗Schnacker  ·  mit ›schnacken‹ als Grundform: ↗beschnacken
eWDG, 1976

Bedeutung

landschaftlich, (besonders) norddeutsch, umgangssprachlich
1.
sich unterhalten, plaudern
Beispiele:
die Mutter schnackt mit der Nachbarin
er kam herüber, um mit ihm zu schnacken
2.
reden, sprechen
Beispiele:
sie schnackt platt
jetzt schnackten sie eine ganze Weile in fremden Zungen [TucholskyGripsholm86]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schnacken · Schnack · Schnickschnack
schnacken Vb. ‘plaudern, schwatzen’, ein nd. Wort, seit dem 16. Jh. auch in der Literatursprache. Mnd. snacken ‘sprechen, plaudern, schwatzen’, mnl. snacken ‘nach etw. haschen, schwatzen’, nl. snakken ‘schnappen, verlangen, sich sehnen’ stehen mit expressiver Konsonantendopplung neben nl. snaken ‘gierig nach etw. verlangen’, anord. snaka ‘schnüffeln, wittern’, isl. snaka ‘herumschnüffeln’. Lautmalende Bildungen mit anlautendem germ. sn- (s. ↗Schnabel). Schnack m. ‘Schwatz, Plauderei, Geschwätz’ (18. Jh.), Elsterschnak ‘Geplapper der Elstern’ (17. Jh.), mnd. snak ‘Gerede, Geschwätz, Klatsch, Unsinn’. Schnickschnack m. ‘Geschwätz, Unsinn’ (18. Jh.), nd. Snicksnack, reduplizierende Ablautbildung.

Thesaurus

Synonymgruppe
(miteinander) reden · ↗(sich) unterhalten · Konversation machen · Small Talk machen · Smalltalk machen · ↗klönen · ↗parlieren · ↗plaudern  ●  ↗konversieren  veraltet · babbele  ugs., hessisch · ↗babbeln  ugs., regional · ↗plauschen  ugs. · ↗quasseln  ugs. · quatern  ugs., regional · ↗quatschen  ugs. · ↗ratschen  ugs. · schnacken  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

hamburgisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schnacken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wir verbringen viel Zeit miteinander, gehen aus, schauen Filme oder schnacken einfach.
Bild, 15.11.2005
Ich habe ein halbes Jahr gebraucht, bis ich ehrlich und offen mit ihnen schnacken konnte.
Die Welt, 14.02.2000
Man gönnte sich das Zeitfenster Fortbildung, klönte und schnackte zwischendurch und war per Handy jederzeit für dringende Entscheidungen erreichbar.
Der Tagesspiegel, 23.05.2003
Schade, ich hätte gern mit ihnen geschnackt und etwas erfahren über Land und Leute.
Die Zeit, 05.09.1975, Nr. 37
Dass es ihm manchmal fehlt, mit Kollegen zu "schnacken", sagt er auch.
Süddeutsche Zeitung, 26.11.2003
Zitationshilfe
„schnacken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/schnacken>, abgerufen am 21.10.2019.

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