schminken

GrammatikVerb
Worttrennungschmin-ken (computergeneriert)
Wortbildung mit ›schminken‹ als Erstglied: ↗Schminkbüchse · ↗Schminkstift · ↗Schminktisch · ↗Schminktopf · ↗Schminkvideo
 ·  mit ›schminken‹ als Letztglied: ↗abschminken · ↗aufschminken · ↗nachschminken · ↗wegschminken · ↗überschminken
 ·  formal verwandt mit: ↗grellgeschminkt · ↗rotgeschminkt · ↗schlechtgeschminkt
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Schminke auftragen, verwenden
Beispiele:
die Lippen, Haut, das Gesicht schminken
der Schauspieler wird vor seinem Auftritt von dem Maskenbildner geschminkt
sich leicht, kräftig schminken
bevor sie zum Tanz ging, schminkte sie sich
Auf dem Theater kennt man einen Chinesen daran, daß er gelb geschminkt ist [BrechtSchriften z. Theater1,179]
gehoben, bildlich
Beispiele:
Es ist zwecklos, das Gesicht der Ereignisse zu schminken [WeisenbornNeuberin25]
Das Licht schminkte die Bretter, zwischen denen sie saß, grellweiß und tiefschwarz [MusilMann881]
2.
nur im Part. Prät.
geschminktschöngefärbt
Beispiel:
dieser Bericht erscheint mir geschminkt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schminke · schminken
Schminke f. ‘kosmetisches Mittel zum Färben der (Gesichts)haut, der Lippen und der Augenpartie’. Frühnhd. smicke und mit Nasaleinschub md. smyncke (15. Jh.), mnd. sminke (vgl. ostfries. smink(e) ‘fette, weiche Tonerde’) ist wohl als Verbalsubstantiv (mit md. nd. Lautstand) zu ahd. mhd. smeichen, mnd. smēken ‘liebevoll streichen, streicheln, liebkosen’ (s. ↗schmeicheln) gebildet und stellt sich mit diesen sowie mit ↗schmeißen (s. d.) zur Wurzel ie. *smē-, *smēi- ‘schmieren, darüberwischen, -streichen, darüber hinreiben’, so daß Schminke etwa als ‘Streich-, Schmiermasse’ zu verstehen ist. schminken Vb. ‘Schminke auftragen, die (Gesichts)haut färben’ (15. Jh.), mnd. sminken.

Thesaurus

Synonymgruppe
Make-up auflegen · schminken  ●  ↗zurechtmachen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antlitz Clown Kajal Kosmetikerin Lippe Lippenstift Make-up Maskenbildner Maskenbildnerin Model Visagist Visagistin Wange abschminken aufschminken ausleuchten dezent frisieren färben kleiden kostümieren kämmen lackieren pudern rasieren umschminken verkleiden wegschminken zurecht zurechtmachen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schminken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dezent geschminkt war sie, die blonden Haare betont schlicht geföhnt.
Der Tagesspiegel, 26.10.2003
Sie sind beide wachsgelb geschminkt, und nun singen sie sich eins.
Tucholsky, Kurt: Das Varieté von der andern Seite. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1914]
Wieder hatte sie das dunkle Mädchen schminken müssen, es hatte fürchterlich ausgesehen, übernächtigt, verzweifelt.
Boie, Kirsten: Skogland, Ort: Hamburg 2005, S. 315
Heute schminkt sie sich nicht mehr grundsätzlich, sondern nur manchmal.
Schwarzer, Alice: Der »kleine Unterschied« und seine großen Folgen, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1977 [1975], S. 162
Er ist noch geschminkt, hat verstörte Augen, und immer redet er mit sich selbst.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 26517
Zitationshilfe
„schminken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/schminken>, abgerufen am 19.08.2019.

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