schlohweiß

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungschloh-weiß (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutung

schneeweiß
Beispiele:
ein alter Mann mit schlohweißem Haar, Bart
schlohweiße Birkenstämme
blütenweiß
Beispiele:
schlohweiße Manschetten
die Wäsche wird in der Sonne wieder schlohweiß
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schloße · schloßen · schlohweiß
Schloße f. ‘Hagelkorn’, mhd. slōʒe f., slōʒ m. ‘Hagelkorn, Hagelwetter’, mnd. slōten (Plur.) ‘Hagelkörner’ ist verwandt mit engl. sleet ‘Graupeln, Regen- und Schneegemisch’ (aus aengl. *slēte, *slīete) sowie anord. slūta ‘herabhängen’, slota ‘herabhängen, untätig sein’, norw. (mundartlich) slutr ‘Regen und Schnee durcheinander’, die wie ↗Schleuder, ↗schlottern (s. d.) auf ie. *(s)leut-, *(s)lūt-, eine Dentalerweiterung der Wurzel ie. *(s)leu-, *(s)lū- ‘schlaff herabhängen, schlaff’, zurückführen. schloßen Vb. ‘hageln’, mhd. slōʒen. schlohweiß Adj. ‘völlig weiß’, besonders von der Haarfarbe (18. Jh.), nach nd. slōwitt, einer kontrahierten Form, die hd. schloßweiß ‘weiß wie eine Schloße, hell-, schneeweiß’ (15. bis 18. Jh.) entspricht; vgl. eine Fügung wie mhd. wīʒer dan ein slōʒ sowie nd. slōhagelwitt.

Thesaurus

Synonymgruppe
blendend weiß · ↗blütenweiß · ↗grellweiß · leuchtend weiß · ↗lilienweiß · neonweiß · ↗perlweiß · ↗reinweiß · schlohweiß · ↗schneeweiß · strahlend weiß
Assoziationen
Synonymgruppe
schlohweiß · weiß · ↗weißhaarig
Oberbegriffe
  • hellhaarig · mit hellen Haaren · von heller Haarfarbe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bart Haar Haarkranz Haarschopf Haupt Haupthaar Mähne Perücke Schopf inzwischen schütter

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schlohweiß‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es habe da eine schwere Zeit in ihrem Leben gegeben, da sei sie über Nacht schlohweiß geworden.
Der Tagesspiegel, 08.12.2000
Drei Frauen mit schlohweißen Haaren rüsten sich für die erste Demonstration ihres Lebens.
Die Zeit, 16.10.1981, Nr. 43
Es kam ihm vor, als säße am Fenster, im schwachen Mondlicht oder wie aus Mondlicht geformt, schlohweiß in der Schwärze des Raumes, ein uraltes Weib.
Hauptmann, Gerhart: Der Narr in Christo Emanuel Quint, Berlin: Aufbau-Verl. 1962 [1910], S. 91
Halb im Liegen, halb im Sitzen widmet sich die Alte ihrer Morgentoilette und kämmt sich unter Fluchen ihr verfilztes, schlohweißes Haar.
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 181
Der Vater der Polin setzte sich in seinem Bett auf und strich mit der flachen Hand über sein schlohweißes Brusthaar.
Franck, Julia: Lagerfeuer, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2003, S. 104
Zitationshilfe
„schlohweiß“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/schlohweiß>, abgerufen am 23.08.2019.

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