scheppern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungschep-pern
Wortbildung mit ›scheppern‹ als Letztglied: ↗verscheppern
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich ein durchdringendes, sich rasch wiederholendes, blechern klapperndes Geräusch hervorrufen oder von sich geben
Beispiele:
Milchkannen, Blechbüchsen, Eimer, Gläser, Tassen, Teller scheppern
der leere Benzinkanister auf dem Lastwagen scheppert
eine Klingel, Glocke scheppert
Hermine rumorte in der Küche. Das schepperte und klirrte [BredelEnkel558]
Die Stimme des Priesters war herb, scheppernd wie die Glocke einer kleinen Bergkirche [StrittmatterWundertäter511]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

scheppern Vb. ‘klirren, klappern’, lautmalende Bildung (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
klirren · ↗rasseln · scheppern · ↗schmettern
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Synonymgruppe
klackern · ↗klappern · ↗knattern · ↗prasseln (Regen, Hagel) · ↗rappeln · ↗rasseln · ↗rattern · scheppern
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Assoziationen
Synonymgruppe
(einen) Unfall geben (es) · ↗knallen (es) (Autounfall o.ä.) · scheppern (es)  ●  ↗krachen (es)  ugs. · rumms machen (es)  ugs. · rums machen (es)  ugs. · ↗rumsen (es)  ugs.
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blasmusik Blech Box Boxen Geschirr Glocke Hymne Kassettenrekorder Klingel Kuhglocke Lautsprecher Nationalhymne Schlagzeug Tasse Transistorradio blechern donnern dröhnen hohl klappern klirren knallen knarzen krachen los quietschen rasseln rattern rumpeln zischen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›scheppern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es hat ordentlich gescheppert, aber passiert ist glücklicherweise nicht viel.
Die Zeit, 02.07.2012, Nr. 27
Es klang irgendwie scheppernd, von der Freude im Stich gelassen, also eher unangenehm.
Wondratschek, Wolf: Mozarts Friseur, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 88
Er hat zwar lang gebraucht, aber dafür scheppert jetzt gar nichts mehr.
Süddeutsche Zeitung, 16.10.1999
Vollgepfropft, scheppernd und schlingernd setzt sich der Bus in Bewegung.
Wallraff, Günter: Ganz unten, Berlin: Aufbau-Verl.1986 [1985], S. 86
Die Ladenglocke wird von einem Kunden angestoßen und scheppert unwillig.
Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 94
Zitationshilfe
„scheppern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/scheppern>, abgerufen am 21.09.2019.

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