schaden

GrammatikVerb · schadete, hat geschadet
Aussprache
Worttrennungscha-den (computergeneriert)
Wortbildung mit ›schaden‹ als Erstglied: ↗Schad-Code · ↗Schad-Kode · ↗Schadcode · ↗Schadfraß · ↗Schadinsekt · ↗Schadkode · ↗Schadprogramm · ↗Schadsoftware · ↗Schadstoff · ↗Schadwirkung · ↗Schädling · ↗schädlich
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
für jmdn., etw. von Nachteil sein
Beispiele:
er gab acht, dass er nichts sagte, was ihr schaden könnte
du schadest dir damit nur selbst
das kann seinem guten Ruf schaden
umgangssprachlich es kann dir nicht(s) schaden, wenn du noch etwas dazu lernst
umgangssprachlich es schadet ihm gar nicht(s) (= es geschieht ihm ganz recht), dass das so gekommen ist
umgangssprachlich es kann nicht(s) schaden (= wäre vielleicht doch ganz gut), das noch einmal zu sagen
umgangssprachlich es schadet nichts (= es ist nicht schlimm), dass er das gesagt hat
umgangssprachlich das schadet nichts
[er] konnte der Karriere schaden [KoeppenTod86]
2.
jmdm. Schaden zufügen
Beispiele:
Fehler in der Leitungstätigkeit schadeten dem Betrieb
das viele Rauchen schadet dir, deiner Gesundheit
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schaden · Schade · schade · schaden · schädigen · beschädigen · entschädigen · unbeschadet · schadhaft · schädlich · Schädling · Schadenersatz · Schadenfreude · schadenfroh · schadlos
Schaden Schade m. ‘negative, beeinträchtigende Einwirkung und das, was sie an Verlust, Zerstörung oder Nachteil zur Folge hat’, ahd. scado (8. Jh.), mhd. schade ‘Schädigung, Verlust, Nachteil, Verderben, Mühsal, Verwundung’, asächs. skaðo, mnd. schāde, mnl. scāde, nl. schade, afries. skatha, aengl. sceaþa, anord. skaði, schwed. skada, got. skaþis (germ. *skaþa(n), *skaþi-) sind Abstrakta zu einem in aengl. scieþþan und got. skaþjan ‘schaden’ (germ. *skaþjan) belegten starken Verb. Als Nomina agentis gehören dazu ahd. scado und scadāri ‘Schädiger, Räuber, Spießgeselle’ (8. Jh.), mhd. schade, asächs. skaðo, aengl. sceaþa. Falls man außergerm. griech. askēthḗs (ἀσκηθής) ‘unversehrt, wohlbehalten’, eine Bildung mit verneinendem a- (ἀ- privativum), und mir. scīth ‘müde’ vergleichen kann, so ist Rückführung auf eine Wurzel ie. *skēth-, *skəth- ‘beschädigen’ möglich. Die Endung -n der heute vorherrschenden Form Schaden entstammt den obliquen Kasus des schwach flektierten Substantivs. Die Wendung schade sein ‘bedauerlich sein’ (16. Jh.) entwickelt sich aus der prädikativen Stellung des Substantivs, vgl. mhd. schade sīn ‘schädlich sein’. Daraus (elliptisch) schade Adj. und Interjektion ‘bedauerlich, betrüblich’ (18. Jh.). Ferner zu schade für etw. ‘zu wertvoll für etw., so daß durch diese Verwendung ein Schaden entstünde’. schaden Vb. ‘Schaden anrichten, verursachen, verletzen’, ahd. scadōn (8. Jh.), mhd. schaden, asächs. skaðon, mnd. schāden, mnl. scāden, nl. schaden, anord. skaða, schwed. skada, von den oben genannten Abstrakta abgeleitet, dagegen aengl. sceaþian vom Nomen agentis sceaþa (s. oben); vgl. Wissmann Nomina postverbalia 1 (1932) 73 f. schädigen Vb. ‘Schaden zufügen’, mhd. schad(e)gen, sched(e)gen; vgl. mhd. schadec, schedec ‘schädlich’. beschädigen Vb. ‘schadhaft machen, an etw. Schaden verursachen’, mhd. beschedigen. entschädigen Vb. ‘entstandenen Schaden wiedergutmachen, Ersatz zahlen’, spätmhd. entschadegen. unbeschadet Part.adj. ‘unversehrt’, verneintes Part. Prät. zum Simplex beschaden ‘beschädigen’, mhd. beschaden, seit dem 17. Jh. als Präp. ‘ohne zu schmälern’ geläufig. schadhaft Adj. ‘beschädigt, ramponiert’, ahd. scadohaft ‘schädlich’ (9. Jh.), mhd. schadehaft ‘Schaden, Verlust bringend, schädlich, geschädigt, beschädigt’. schädlich Adj. ‘Schaden, Verlust, Nachteil bringend’, mhd. schedelich; vgl. ahd. unscadolīh ‘unschuldig, schuldlos’ (11. Jh.). Schädling m. ‘wer Schaden verursacht’ (19. Jh.), anfangs nur von schädlichen Tieren (zumal Insekten), bald auch von Pflanzen; die Übertragung auf Menschen ‘zerstörungssüchtige Person’ erfolgt Anfang 20. Jh. Schadenersatz m. ‘Wiedergutmachung für zugefügten Schaden’ (Ende 18. Jh.), aus einen Schaden ersetzen. Schadenfreude f. ‘Freude über den Schaden, der anderen entsteht’ (16. Jh.). schadenfroh Adj. (16. Jh.). schadlos Adj. ‘ohne Schaden’, mhd. schadelōs ‘ohne Schaden, unschädlich, nicht nachteilig’; nur noch in der Fügung sich schadlos halten ‘seinen Nachteil, Schaden (auf Kosten anderer) ersetzen’ (18. Jh.), älter jmdn. schadlos halten ‘vor Schaden bewahren’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) schaden · ↗(jemanden) schädigen · Leid antun · Leid zufügen · Schaden zufügen  ●  (jemandem) eins auswischen  ugs. · (jemanden) in die Pfanne hauen  ugs.
Oberbegriffe
  • (jemandem) übel mitspielen · (jemanden) sehr schlecht behandeln  ●  (eine) linke Tour abziehen mit  ugs., variabel · (jemanden) mies behandeln  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem) schaden · ↗(jemanden) schädigen
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Affäre Anliegen Ansehen Dauer Finanzplatz Gegenteil Gesundheit Glaubwürdigkeit Image Interesse Interessen Karriere Konjunktur Popularität Rauchen Ruf Sache Standort Umwelt Wirtschaft Wirtschaftsstandort eher langfristig letztlich nachhaltig nicht nie nur nützen selbst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schaden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im ungünstigsten Fall schaden sie ausgerechnet denjenigen, denen sie helfen sollen.
Die Zeit, 14.06.2007, Nr. 25
In kleinen Gärten schadet es nichts, die letzten großen Fröste vorüber gehen zu lassen.
Der Tagesspiegel, 08.03.2004
Ich fürchte, mit dem Begriff Mädchen schaden wir uns nur.
Der Spiegel, 21.11.1994
Selbst wenn das Land stark verqueckt ist, schadet das nichts.
Böttner, Johannes: Gartenbuch für Anfänger, Frankfurt (Oder) u. a.: Trowitsch & Sohn 1944 [1895], S. 122
Vielleicht bin ich Dir etwas zu optimistisch, aber das schadet nichts.
Brief von Alois Scheuer an Friedchen Scheuer vom 25.09.1942, Feldpost-Archive mkb-fp-0079
Zitationshilfe
„schaden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/schaden>, abgerufen am 12.11.2019.

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