satanisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungsa-ta-nisch (computergeneriert)
HerkunftHebräisch
WortzerlegungSatan-isch
eWDG, 1974

Bedeutung

teuflisch
Beispiele:
ein satanischer Plan, Trieb
satanische Freude empfinden
eine satanische Täuschung, Verräterei
satanisch lächeln
satanisch schlau, geizig sein
Nur im Vorfrühling finden sich Kater und Kätzin bei satanischer Nachtmusik [R. GerlachVierfüßler265]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Satan · satanisch
Satan m. ‘Teufel’, ahd. Satanās (9. Jh.; vgl. auch sataniclīn ‘Teufelchen’, 8. Jh.), mhd. Satanās, Satanāt, Satān, mnd. Satān, nl. aengl. engl. Satan, got. Satana(s) sind Entlehnungen von kirchenlat. Satan, Satanās, griech. Satán (Σατάν), Satā́n (Σατᾶν), Satanā́s (Σατανᾶς), hebr. śāṭān ‘Widersacher, Feind, Teufel’. Der hebr. Ausdruck (zu hebr. sāṭan ‘nachstellen, verfolgen’) bezeichnet im Alten Testament eigentlich den ‘Widersacher’, speziell den ‘Ankläger vor Gericht’, insbesondere das Wesen, das die Menschen vor Gottes Richterstuhl beschuldigt und gegen sie agiert (Buch Hiob). Im Neuen Testament ist Satan der Widersacher Gottes und Christi, der als Geist des Bösen, als Versucher der Gläubigen und Verführer zur Sünde auftritt. Im Mittelalter wird der biblische Name des Teufels auch im Dt. zunächst als Eigenname aufgefaßt, steht also meist ohne, im Nhd. fast durchweg mit bestimmtem Artikel. Seit dem 18. Jh. auch übertragen ‘bösartiger, boshafter Mensch’. satanisch Adj. ‘überaus böse, teuflisch’ (16. Jh.); vgl. griech. Satanikós (Σατανικός).

Thesaurus

Synonymgruppe
diabolisch · satanisch · ↗teuflisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bibel Bosheit Botschaft Charakter Ferse Freude Grinsen Größe Hintergrund Kult Lust Macht Majestät Messe Mißbrauch Mühle Neigung Praktik Prinzip Regime Ritual Ritus Sekte Symbol Treiben Vers Versuchung Verve Zeichen geradezu

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›satanisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die "Satanischen Verse" sind 13 Jahre alt, die Welt hat heute größere Probleme.
Der Tagesspiegel, 16.04.2002
Vor allem die satanische Zahl 666, das Symbol für das apokalyptische Tier, ist vielen ein Dorn im Auge.
Die Zeit, 23.09.1999, Nr. 39
Sie sei ein satanisches Weib aus französischem und italienischem Blute.
Bodenreuth, Friedrich [d.i. Jaksch, Friedrich]: Alle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1938 [1937], S. 219
Aber wo es ungefährlich und nicht so satanisch kalt ist, gibt es zuviel Ordnung.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 218
Da die Kirchen selbst sich ihrer bedienen und mit ihnen paktieren müssen, ist es nicht mehr möglich, sie andauernd als satanische Schöpfungen zu brandmarken.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 727
Zitationshilfe
„satanisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/satanisch>, abgerufen am 17.06.2019.

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