samten

GrammatikAdjektiv · ohne Steigerung
Aussprache
Worttrennungsam-ten
Wortbildung mit ›samten‹ als Letztglied: ↗blausamten · ↗rotsamten
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
aus Samt bestehend
Beispiele:
ein samtenes Band, Kissen
eine samtene Portiere
2.
Synonym zu samtig
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Samt · samten
Samt m. weiches, dichtes Stoffgewebe (ursprünglich aus Seide) mit kurzem, aufrecht stehendem Flor. Mhd. samīt, samāt, semīt, frühnhd. Sammet (15. Jh.) ist eine Entlehnung von afrz. samit ‘dicker, farbiger Seidenstoff’, das auf mgriech. hexámiton (ἑξάμιτον) zurückgeht (woraus auch mlat. (e)xamitum, samitum). Diese Substantivierung von griech. hexámitos (ἑξάμιτος) ‘aus sechs Fäden gewebt, sechsfädig’, einem mit hexa- (ἑξα-) ‘sechs-’ gebildeten Possessivkompositum zu griech. mítos (μίτος) ‘(Kett)faden’, bezeichnet einen sechsfädigen, schweren, wohl in Byzanz hergestellten Seidenstoff, der durch die Kreuzzüge nach Westeuropa gelangt. Die heute unter Samt verstandene Stoffart stammt möglicherweise aus Italien. samten Adj. ‘aus Samt, wie Samt’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
flaumig · ↗flauschig · flauschweich · samten · ↗samtig · ↗samtweich · ↗sanft · ↗schwammig · ↗soft · ↗weich · ↗wollig  ●  ↗fluffig  ugs.
Assoziationen
Zitationshilfe
„samten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/samten>, abgerufen am 21.09.2019.

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