süffisant

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungsüf-fi-sant (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1976

Bedeutung

gehoben, abwertend herablassend und selbstgefällig
Beispiele:
ein süffisanter Mensch
ein süffisantes Lächeln
mit süffisanter Miene etw. sagen, jmdn. belehren wollen
es habe etwas von einem süffisanten Besserwisser in ihm gesteckt [Bergengr.Rittmeisterin352]
Das süffisante Gesicht dieses Herrn Gamalski kam mir eben nicht geheuer vor [RauchfußLämmer59]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

süffisant · Süffisance
süffisant Adj. ‘selbstgefällig, aufreizend, arrogant, dünkelhaft’ (2. Hälfte 18. Jh.; vgl. die Fügungen süffisantes Lächeln, süffisante Miene), zuvor ‘ausreichend, fähig, geschickt’ (1. Hälfte 17. Jh.), Entlehnung von frz. suffisant in beiden Verwendungen, hervorgegangen aus afrz. sofisant ‘befriedigt, genügend, angemessen, recht’ (mfrz. suffisant auch ‘fähig, vornehm’), Part.adj. von afrz. sofire, frz. suffire ‘ausreichend sein, genügen’, aus gleichbed. lat. sufficere, eigentlich ‘etw. daruntertun, unterbauen, nachfügen’ (vgl. lat. facere ‘machen, tun’ und s. ↗sub-). Süffisance f. ‘Dünkel, Herablassung, Selbstgefälligkeit’ (2. Hälfte 18. Jh.), vorher ‘Fähigkeit’ (um 1700), mfrz. frz. suffisance.

Thesaurus

Synonymgruppe
genüsslich · ↗selbstgefällig · ↗spöttisch · süffisant
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anmerkung Anspielung Bemerkung Grinsen Ironie Kommentar Lächeln Miene Ratschlag Seitenhieb Tonfall Unterton anfügen anmerken anspielen bemerken entgegnen grinsen hinzufügen ironisch kommentieren konstatieren kontern lächeln lächelnd lästern meinen süffig titeln vermerken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›süffisant‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hier hat er nicht viel mehr zu tun als süffisant zu lächeln.
Der Tagesspiegel, 03.05.2000
Wenn er so etwas hört, schließt er gequält die Augen und lächelt anschließend süffisant in die Ferne.
Die Zeit, 02.05.1997, Nr. 19
Als Brett am nächsten Morgen die Oberprima betrat, mußte er süffisant lächeln.
Spoerl, Heinrich: Die Feuerzangenbowle, München: Piper o.J. [1933], S. 183
Sie hörte auf die süffisanten Reden der beiden, die sich gegenseitig umfaßt hielten, die Jungensgesichter leicht geschminkt, obszön.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 260
Das wäre schön süffisant und würde bei den anderen Anwesenden ein leises Kichern provozieren.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 395
Zitationshilfe
„süffisant“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/süffisant>, abgerufen am 22.10.2019.

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