ruhmvoll

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungruhm-voll
WortzerlegungRuhm-voll
eWDG, 1974

Bedeutung

Synonym zu ruhmreich
Beispiele:
ein ruhmvoller Held, Kampf
sich ruhmvoll auszeichnen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ruhm · rühmen · berühmt · Berühmtheit · rühmlich · ruhmlos · ruhmredig · ruhmvoll
Ruhm m. ‘hohes Ansehen’. Das im Dt. und Nl. begegnende Substantiv ahd. (h)ruom (8. Jh.), mhd. ruom, ruon, (md.) rūm ‘Lob, Ehre, Prahlerei’, asächs. hrōm, mnd. rōm, mnl. nl. roem ‘Ruhm, Ehre’ (germ. *hrōma-) stellt sich mit (anders abgeleitetem) asächs. hrōð ‘Ruhm’, aengl. hrōþor ‘Trost, Freude, Nutzen’, got. hrōþeigs ‘ruhm-, siegreich’ (germ. *hrōþa-), ahd. (h)ruod- in Personennamen (vgl. Rüdiger, Rudolf) zu der unter ↗rufen (s. d.) angeführten Schallwurzel ie. *kar(ə)- ‘laut preisen, rühmen’. Auszugehen ist wohl von einer Bedeutung ‘Freudengeschrei’, die sich einerseits über ‘kriegerisches Selbstlob’ zu ‘Prahlerei’, andererseits über ‘Preis, Lob anderer’ zu ‘Ansehen, Ehre’ entwickelt. rühmen Vb. ‘jmds. Ruhm verkünden, jmdn. lobend hervorheben’, ahd. (h)ruomen ‘(sich) rühmen, prahlen’ (8. Jh.), mhd. rüemen, ruomen, (md.) rūmen, auch ‘froh sein, jubeln’, asächs. hrōmian ‘sich rühmen’, mnd. rōmen ‘rühmen, prahlen’, mnl. nl. roemen ‘rühmen, loben, preisen’, aengl. hrīeman, hrȳman, hrēman ‘rufen, schreien, prahlen’. berühmt Adj. ‘weithin bekannt, überall hoch angesehen’, spätmhd. berüemet, eigentlich Part. Prät. von mhd. berüemen, ahd. bi(h)ruomen ‘sich rühmen’ (um 1000); Berühmtheit f. ‘berühmte Persönlichkeit, anerkannter guter Ruf, Ruhm’ (1. Hälfte 16. Jh.). rühmlich Adj. ‘rühmens-, lobenswert, löblich’, mhd. rüem(e)lich ‘lobenswert, ruhmredig, prahlerisch’; vgl. ahd. (h)ruomlīhho Adv. ‘ruhmredig, prahlerisch’ (8. Jh.). ruhmlos Adj. ‘ohne Ruhm, Verdienst’ (17. Jh.). ruhmredig Adj. ‘prahlerisch’ (1. Hälfte 17. Jh.), älter rhumrettig (Luther), rumretig (Sachs), zu mhd. ruomreiticheit ‘Prahlerei’, ruomereiten, (md.) ruomerēden ‘sich rühmen’, eigentlich ‘sich Ruhm bereiten’ (zum Grundwort s. ↗bereit), dann volksetymologisch an reden angeschlossen. ruhmvoll Adj. mhd. (md.) rūmvol.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kapitel Laufbahn Sieg Tat Tradition Vergangenheit einst reich wenig weniger

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ruhmvoll‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur ein ruhmvoller Name wollte er jedoch auch nicht sein.
Die Zeit, 28.06.1974, Nr. 27
Dabei ist der ruhmvolle FC Bayern doch einst dem MTV entsprungen.
Süddeutsche Zeitung, 02.03.2000
In der Abteilung Wiegendrucke nimmt begreiflicherweise die Schweiz eine ruhmvolle Stellung ein.
Francke, Alexander: Fünf Wochen im Osten der Vereinigten Staaten und Kanadas, Bern: A. Francke 1913, S. 90
Gewiß war es ruhmvoller, zu kämpfen, aber doch nur, wenn man Aussicht auf Erfolg hatte; andernfalls mußte man die Fremdherrschaft über sich ergehen lassen.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. IV,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 23674
Er ging dann mit dem archäologischen Reisestipendium nach Italien und begann seine ruhmvolle Laufbahn.
Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 7581
Zitationshilfe
„ruhmvoll“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/ruhmvoll>, abgerufen am 25.04.2019.

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