reversibel

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungre-ver-si-bel (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›reversibel‹ als Letztglied: ↗irreversibel  ·  mit ›reversibel‹ als Grundform: ↗Reversibilität
eWDG, 1974

Bedeutung

Wissenschaft umkehrbar
Beispiel:
reversible Prozesse können in allen Einzelheiten rückgängig gemacht werden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Revers · reversibel · irreversibel · Reversion
Revers m. ‘schriftliche Erklärung rechtlichen Inhalts, Verpflichtung, Versicherungsschreiben’, entlehnt (um 1400) aus mlat. reversum ‘Antwort’, eigentlich ‘das Umgekehrte, Zurückgekehrte’, lat. reversus ‘umgekehrt’, Part. Perf. von lat. revertere ‘umkehren, zurückkehren, sich wenden an’; vgl. lat. vertere ‘kehren, wenden, drehen’. Ebenfalls auf lat. reversus beruht frz. revers m., das in der Bedeutung ‘Kehr-, Rückseite’ (von Münzen, Medaillen) als Revers m. zu Anfang des 17. Jhs. und im Sinne von ‘Aufschlag am Vorderausschnitt von Kleidungsstücken’ als Revers n. m. in der 1. Hälfte des 19. Jhs. ins Dt. übernommen wird. reversibel Adj. ‘umkehrbar’, entlehnt (19. Jh.) aus gleichbed. frz. réversible, eine gelehrte Bildung zum Part. Perf. lat. reversus (s. oben). Dazu das Gegenwort irreversibel Adj. ‘unumkehrbar, nur in einer Richtung verlaufend’ (Ende 19. Jh.), frz. irréversible (mit im Lat. assimiliertem negierenden ↗in-, s. d.). Reversion f. ‘Umkehrung’, entlehnt (17. Jh.) aus lat. reversio (Genitiv reversiōnis) ‘Umdrehung, Um-, Wieder-, Rückkehr’, Abstraktbildung zu lat. revertere (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
abänderlich · invertierbar · ↗konvertibel · reversibel · tauschbar · umdrehbar · ↗umkehrbar · umtauschbar · umwendbar  ●  ↗konvertierbar  fachspr.
Assoziationen
Antonyme
  • reversibel

Typische Verbindungen
computergeneriert

Prozeß Schade irreversibel

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›reversibel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dies allerdings war zunächst nur für Prozesse möglich, die es strenggenommen in Wirklichkeit nicht gibt, die „reversiblen“ Prozesse.
Die Zeit, 08.11.1968, Nr. 45
Sofern die Zeit selbst zunächst nur an Änderungen gegeben ist, ist sie daher ihrerseits reversibel und irreversibel gegeben.
Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 64
Sie lassen sich von den kolloidalen Trägern nicht ohne völlige Zerstörung des Ferments, also nicht reversibel abtrennen.
Langenbeck, Wolfgang: Lehrbuch der Organischen Chemie, Dresden: Steinkopff 1938, S. 626
Jeder muss wissen, dass die Bilder reversibel sind, dass er das Spiel mit den Bilderkaskaden weitertreiben kann, sie umcodieren oder transformieren kann.
Süddeutsche Zeitung, 02.05.2002
Flexible, ergänzungsfähige und leicht reversible Maßnahmen erhalten dadurch automatisch einen besseren Platz in der Rangordnung der Empfehlungen.
Giersch, Herbert: Allgemeine Wirtschaftspolitik, Wiesbaden: Gabler 1960, S. 315
Zitationshilfe
„reversibel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/reversibel>, abgerufen am 23.10.2019.

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