reputierlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungre-pu-tier-lich (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›reputierlich‹ als Erstglied: ↗Reputierlichkeit  ·  mit ›reputierlich‹ als Letztglied: ↗unreputierlich
eWDG, 1974

Bedeutung

veraltet achtbar, ehrbar, ordentlich
Beispiele:
ein reputierliches Leben führen
reputierliche Leute
eine reputierliche Familie
ansehnlich
Beispiel:
ein honetter Mann ... ein anständiger Kaufmann von reputierlichem Äußern, ein Mann, dem niemand einen Mord zutraute [TucholskyDeutschland87]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Reputation · reputierlich
Reputation f. ‘Ansehen, Ruf, Würde’, entlehnt (16. Jh.) aus frz. réputation ‘guter Ruf’, lat. reputātio (Genitiv reputātiōnis) ‘Anrechnung, Erwägung, Betrachtung’, zu lat. reputāre ‘an-, zurechnen, erwägen, bedenken’. Daraus hervorgegangenes frz. réputer ‘jmdn. für etw. halten’ entwickelt die Bedeutung ‘über jmdn. Gutes verbreiten’, das zugehörige Substantiv frz. réputation entsprechend ‘guter Ruf’. reputierlich Adj. ‘achtbar, ehrbar, einen guten Namen habend’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Anerkennung verdienend · Dank verdienend · ↗achtbar · ↗anerkannt · ↗anerkennenswert · ↗beachtenswert · ↗bewundernswert · ↗dankenswert · ↗ehrbar · ↗lobenswert · ↗rühmenswert · ↗verdienstlich · ↗verdienstvoll · ↗verdient  ●  reputierlich  veraltet · ↗bewunderungswürdig  geh.
Assoziationen
  • dankenswerterweise · wofür (wir ihm/ihr) alle sehr dankbar sind · zu unserem großen Dank
  • achtbar · ↗achtunggebietend · aller Ehren wert · ↗anerkennenswert · ↗beachtlich · ↗ehrenwert · ↗lobenswert · ↗respektabel  ●  ↗löblich (leicht iron.)  ugs.
  • (etwas) ehrt jemanden · (etwas) spricht für (jemanden) · (jemandem) alle Ehre machen · (jemandem) hoch anzurechnen sein · (jemandem) nicht hoch genug angerechnet werden können · es ehrt dich, dass · es ehrt dich, wenn · für jemanden sprechen  ●  (jemandem) zur Ehre gereichen  geh. · (mit etwas) gut dastehen vor  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

durchaus

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›reputierlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die „Mädels“ sind reputierliche Damen und gehen stramm auf die Vierzig zu.
Die Zeit, 29.07.1994, Nr. 31
Die erste Spielzeit war nicht berühmt, doch reputierlicher als die tristen Jahre davor.
Die Welt, 01.10.2002
Alle sind reputierlich gekleidet, aber man sieht keinen Schmuck, keine Rüschen, kaum Farben außer Grau, Schwarz und Weiß.
Süddeutsche Zeitung, 04.07.2001
Wie verhalten sich denn die Behörden gegenüber Ihren Bemühungen, das älteste Gewerbe reputierlicher zu machen?
Der Spiegel, 19.08.1985
Bald meine ich, ein Hundebudchen vor mir zu haben, bald sieht die Sache reputierlicher aus.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1934. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1934], S. 131
Zitationshilfe
„reputierlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/reputierlich>, abgerufen am 18.04.2019.

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