räkeln

GrammatikVerb
Nebenform seltenerrekeln · Verb
Worttrennungrä-keln ● re-keln (computergeneriert)
RechtschreibregelnEinzelfälle
Wortbildung mit ›räkeln‹ als Letztglied: ↗herumrekeln  ·  mit ›räkeln‹ als Grundform: ↗Rekelei
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich sich räkelnKörper und Gliedmaßen ungezwungen hin- und herbewegend dehnen und recken
Beispiele:
sich im Bett, auf einem Sessel, Sofa räkeln
er gähnte und räkelte sich missgelaunt
die Katze räkelte sich wohlig in der Sonne
seine Glieder räkeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

rekeln · räkeln · Rekel · Räkel
rekeln, räkeln Vb. reflexiv ‘sich flegeln, sich nachlässig und unfein dehnen’, auch ‘sich ungezwungen, behaglich recken und dehnen’ (1. Hälfte 19. Jh.), nach gleichbed. nd. (sik) rekeln, eigentlich ‘sich schlaksig wie ein Rekel, wie ein Flegel benehmen, dasitzen’, zu nd. Rekel, Räkel m. ‘lang aufgeschossener, grober, ungeschliffener Mensch’, in der Literatursprache Reckel ‘Flegel’ (Mitte 17. Jh.), aus mnd. rekel ‘großer Bauernhund’, das sich ausgehend von einer Bedeutung ‘langer, schmaler Hund’, mit anord. rakki ‘Hund’, schwed. racka ‘Köter’, aengl. ræcc ‘Spürhund’ vergleichen läßt. Weiteres ungewiß. Zu dem unter ↗recken (s. d.) behandelten Verb?

Thesaurus

Synonymgruppe
ausstrecken · ↗dehnen · ↗recken · rekeln · ↗strecken
Synonymgruppe
räkeln  ●  ↗(sich) aalen  ugs. · nattern  ugs., norddeutsch
Synonymgruppe
(sich) aalen · (sich) rekeln · (sich) räkeln

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bett Couch Katze Model Schoß Sessel Sofa Sonne Stuhl genüßlich gähnen lasziv nackt strecken verführerisch wohlig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rekeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Noch hat sich hier aber offenbar niemand geräkelt, dieser Teil der Lounge wirkte bei aller Üppigkeit penibel aufgeräumt.
Der Tagesspiegel, 28.07.2003
Räkelt sich auf dem Bett und zappt im Fernsehen herum.
Die Zeit, 24.06.1999, Nr. 26
Ungezwungen räkelt sie sich auf ihrem Stuhl und plaudert munter drauflos.
Horster, Hans-Ulrich [d.i. Rhein, Eduard]: Ein Herz spielt falsch, Köln: Lingen 1991 [1950], S. 290
Nachdem er sich von der Anstrengung des Saugens und Schluckens erholt hat, beginnt er sich zu räkeln.
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 58
Er räkelte seinen zerbrechlichen Körper und kniff die Augen im Sonnenlicht zusammen.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 263
Zitationshilfe
„räkeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/räkeln>, abgerufen am 22.08.2019.

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