rattern

GrammatikVerb · ratterte, ist/hat gerattert
Aussprache
Worttrennungrat-tern
Wortbildung mit ›rattern‹ als Letztglied: ↗Geratter · ↗anrattern · ↗herunterrattern · ↗losrattern · ↗runterrattern · ↗vorbeirattern
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
mit Hilfsverb ›ist‹
in kurzen, polternden Stößen rollen
Beispiele:
die Karren rattern auf dem Pflaster
die Eisenbahn ist über die Weichen gerattert
2.
mit Hilfsverb ›hat‹
kurze, polternde Stöße verursachen
Beispiele:
die Maschine, der Motor rattert
der Wecker hat laut gerattert
die Mischtrommel dreht sich ratternd
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

rattern Vb. ‘ein Geräusch wie von rasch aneinanderschlagenden Gegenständen von sich geben, sich mit derartigem Geräusch fortbewegen’. Das literatursprachlich zuerst bei Schottel (ratteren, 1663) bezeugte Verb stammt aus nd. ratern, rätern, einer Nebenform von nd. rateln ‘rasseln, klappern, rattern’. Wahrscheinlich ist es wie ↗rasseln (s. d.) lautnachahmenden Ursprungs.

Thesaurus

Synonymgruppe
klackern · ↗klappern · ↗knattern · ↗prasseln (Regen, Hagel) · ↗rappeln · ↗rasseln · rattern · ↗scheppern
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Baumaschine Druckmaschine Faxgerät Fernschreiber Förderband Gebührenzähler Güterzug Kopfsteinpflaster Maschinengewehr Mähdrescher Nähmaschine Preßlufthammer Projektor Straßenbahn Traktor Webstuhl durch durchrattern entlangrattern herunterrattern knattern los losrattern quietschen rattern rumpeln runter runterrattern vorbeirattern vorüber

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rattern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dieser grübelt so angestrengt, dass man meint, es rattern zu hören.
Die Zeit, 16.12.2012, Nr. 47
Langsam rattert der Wagen auf den Start in 18 m Höhe.
Bild, 27.03.1999
Aber wir wichen nicht aus dem Graben, es donnerte und ratterte unaufhörlich.
Brief von August Hopp vom 01.03.1915. In: Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1915], S. 37
Mit einem Ruck schoß der Wagen vor und rollte dann schlingernd und ratternd durch den Wald.
Kreuder, Ernst: Die Gesellschaft vom Dachboden, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1978 [1946], S. 54
Wir schlingerten, quietschten, ratterten durch die schlafende, sparsam beleuchtete Stadt.
Maron, Monika: Stille Zeile Sechs, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1991, S. 175
Zitationshilfe
„rattern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/rattern>, abgerufen am 17.09.2019.

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