quieken

GrammatikVerb
Worttrennungquie-ken (computergeneriert)
Wortbildung mit ›quieken‹ als Letztglied: ↗aufquieken  ·  mit ›quieken‹ als Grundform: ↗Gequiek · ↗Gequieke · ↗quieksen
eWDG, 1974

Bedeutung

helle, schrille Laute ausstoßen
Beispiele:
das Schwein, Ferkel quiekt
die Maus quiekt ängstlich
umgangssprachlichdas Kind quiekte vor Vergnügen
umgangssprachlichdie Mädchen quiekten laut vor Schreck, Freude
umgangssprachlichsie stieß einen quiekenden Schrei aus, als sie sich den Finger verbrannte
bildlich
Beispiele:
die Flöten quiekten
er quiekte (= sprach mit hoher, überschnappender Stimme) einige aufgeregte Worte
er hat eine klägliche, quiekende Stimme
saloppdas ist zum Quieken (= sehr komisch)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

quieken Vb. ‘hohe, schrille Töne von sich geben’, auf Tierlaute (z. B. Schwein, Maus), aber auch häufig auf vielfältige andere Geräusche bezogen. Dem seit dem 16. Jh. belegten lautmalenden Verb folgen über eine (noch mundartlich bezeugte) Übergangsform quiekezen, quixen intensivierende Weiterbildungen wie quieksen, quietschen (alle 17. Jh.); vgl. quietschvergnügt ‘sehr fröhlich’ (20. Jh., wohl zuerst in Berlin), eigentlich ‘lustig, hell und laut lachend’. S. auch ↗quaken, ↗quäken.

Thesaurus

Synonymgruppe
fiepen · ↗pfeifen · ↗piepen · ↗piepsen · quieken · ↗quieksen  ●  ↗fiepsen  ugs.
Oberbegriffe
  • Laute von sich geben
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ferkel Maus Ratte Schwein Stall Vergnügen fröhlich grunzen kreischen laut quaken schreien stöhnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›quieken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn man sie sticht, so bluten sie nicht, sie quieken nur.
Die Zeit, 26.01.2009, Nr. 04
Und immer wieder quiekte er fröhlich, als wollte er mit ihr reden.
Bild, 07.01.2003
Er quiekte und quakte wie ein grünes Schweinchen vor Vergnügen.
Bassewitz, Gerdt von: Peterchens Mondfahrt, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1991 [1900], S. 49
Wenn es später brabbelt, lächelt und fröhlich beim Windeln oder Einölen quiekt, gibt es eine empfangene Zärtlichkeit zurück.
Wölfl, Norbert: Die wiedergefundene Zärtlichkeit, Genf u. a.: Ariston 1995 [1983], S. 224
Hier quiekte Jenny ungebührlich, und Vater Ferdinand fuhr auf, um Beweise seiner väterlichen Macht zu geben.
Hermann, Georg [d.i. Borchardt, Georg Hermann]: Jettchen Gebert, Berlin: Fleischel 1919 [1906], S. 53
Zitationshilfe
„quieken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/quieken>, abgerufen am 14.11.2019.

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