profan

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungpro-fan
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›profan‹ als Erstglied: ↗Profanbau · ↗profanisieren  ·  mit ›profan‹ als Grundform: ↗Profanation
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Religion weltlich, unkirchlich, unheilig
Beispiele:
ein profanes Bauwerk der Gotik
so waren die Mahle im Kapuzinerkloster ein ... gemütliches Zusammentreten des Profanen mit dem Geistlichen [E. T. A. Hoffm.Elixiere2,24]
2.
der Situation, dem Gegenstand entsprechend zu alltäglich, niedrig
Beispiele:
eine profane Redensart
ein profaner Gedanke
etw. erscheint jmdm. profan
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

profan · profanieren
profan Adj. ‘weltlich, unheilig, unkirchlich, alltäglich’, Entlehnung (16. Jh.) aus lat. profānus ‘nicht geheiligt, ungeweiht, nicht eingeweiht, gottlos, ruchlos, schändlich’, eigentlich ‘vor dem heiligen Bezirk liegend’; vgl. lat. fānum ‘heiliger, der Gottheit geweihter Ort’ (s. ↗fanatisch). profanieren Vb. ‘entweihen, entwürdigen, säkularisieren’ (16. Jh.), lat. profānāre ‘entheiligen, entweihen, verweltlichen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
08/15 · Allerwelts... · Alltags... · Null Acht Fünfzehn · ↗alltäglich · ↗banal · ↗durchschnittlich · ↗einfach · ↗gemein · ↗gewöhnlich · gibt's im Überfluss · ↗mittelmäßig · nichts Besonderes · ↗normal · ↗nullachtfünfzehn · ↗ordinär · profan · ↗schlicht · ↗schnöde · überall vorhanden  ●  ↗Dutzendware  fig., abwertend · ↗handelsüblich  fig. · Plain Vanilla  fachspr., Jargon · ↗mittelprächtig  ugs. · ↗stinknormal  ugs.
Assoziationen
Religion
Synonymgruppe
profan · ↗weltlich
Antonyme

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alltag Alltagsgegenstand Alltäglichkeit Bauaufgabe Baudenkmal Baukunst Baute Bibliotheksbau Dichtung Ding Epiphanie Erleuchtung Gebrauchsgegenstand Handlungsbereich Historienmalerei Ikonographie Lebensbereich Naturrecht Niederung Reliquie Sphäre Sujet Verrichtung Wandmalerei Zwecke geistlich heilig kirchlich kultisch sakral

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›profan‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und nun muss ich mich plötzlich wieder mit so profanen Dingen wie dem richtigen Job befassen.
Süddeutsche Zeitung, 08.10.2003
Bereits in archaischer Zeit erhält er aber einen stärker profanen Charakter.
o. A.: Lexikon der Kunst - S. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 8433
So profan geht es natürlich in der Wissenschaft nicht zu.
Die Zeit, 20.08.1971, Nr. 34
Aber sonst bleibt die profane Dichtung weithin anonym wie alle altorientalische Dichtung.
Bardtke, H.: Profane Dichtung im AT. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 5557
Ihr Rahmen war für das erweiterte Gebiet der profanen Wissenschaften zu eng geworden.
Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 59
Zitationshilfe
„profan“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/profan>, abgerufen am 25.06.2019.

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