prassen

GrammatikVerb · prasste, hat geprasst
Aussprache
Worttrennungpras-sen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›prassen‹ als Erstglied: ↗Prasser · ↗Prasserei
eWDG, 1974

Bedeutung

in üppig verschwenderischem Genuss leben
Beispiele:
er hat geschlemmt und geprasst
Es gibt noch das Schlaraffenland, / wo man gewaltig praßt [G. KaiserSilberseeIII]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

prassen · verprassen · Prasser
prassen Vb. ‘in Saus und Braus leben, schlemmen, schwelgen, lärmend, prunkend sich bewegen, sich benehmen’, frühnhd. auch brassen, aus dem Nd. in die Literatursprache aufgenommen (um 1500). Mnd. mnl. nl. brassen ‘lärmen, schlemmen’ ist wohl mit mnd. brās, prass ‘Lärm, Saus und Braus, Pomp, Gepränge’ lautmalenden Ursprungs. In prassen (mit anlautendem p-) setzt sich die von Luther gebrauchte Form durch. verprassen Vb. ‘vergeuden, durchbringen’ (16. Jh.). Prasser m. (15. Jh.), mnd. brasser.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie experimentierten, prassten mit fremdem Geld, verzettelten sich in verschiedenen Räuschen.
Die Welt, 05.02.2004
Keiner musste arbeiten oder Steuern zahlen, die medizinische Behandlung war gratis, es wurde gefeiert und geprasst.
Die Zeit, 08.06.2005, Nr. 23
Sie prassen von dem Schweiß und der Arbeit ihrer unterdrückten Brüder.
Klabund: Der Kreidekreis. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1925], S. 15006
Feiern und prassen haben wir uns in unserer Branche schon seit langem abgewöhnt.
Süddeutsche Zeitung, 20.03.2004
Einige Kaiser Roms gierten danach zu prassen, Julius Caesar war es wichtiger zu herrschen.
Bild, 11.12.1999
Zitationshilfe
„prassen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/prassen>, abgerufen am 17.07.2019.

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