prangen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungpran-gen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›prangen‹ als Grundform: ↗Gepränge
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
gehoben Schönheit, Glanz, Prunk zeigen
Beispiele:
Rosen, Blüten prangen
die Fluren, Saaten prangten
das Land prangte im üppigsten Schmuck der Bäume
die Halle prangte im Schmuck der Fahnen, im Festschmuck
glänzen, leuchten, strahlen
Beispiele:
Sterne prangen am Himmel
etw. prangt in den leuchtendsten Farben
der Tannenbaum prangt im Lichterschmuck
die Türme ... [des] Klosters prangten im Frühlicht [GoesAber im Winde358]
2.
spöttisch an einer bestimmten Stelle groß und auffällig angebracht sein
Beispiele:
auf dem Rock prangte ein bunter Flicken
an der Tür prangte ein Briefkasten
sein Bild prangte an der Wand
auf dem Sofa prangte ein großes Kissen
Losungen prangen auf Transparenten
Am Zeigefinger seiner Linken prangte ein prächtiger Karneol [FürnbergMozart-Novelle11]
3.
veraltend mit jmdm., etw. prangenmit jmdm., etw. prahlen, angeben
Beispiel:
Sie prangte mit ihm und seinen Taten [H. KurzSonnenwirt478]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

prangen · Gepränge
prangen Vb. ‘in Glanz und Pracht erscheinen, leuchten, strahlen, auffällig angebracht sein’, älter auch ‘prahlen’, mhd. frühnhd. brangen, prangen ‘prahlen, großtun, sich zieren’, mnd. prangen ‘prunken’. Aus ‘prahlen, großtun’ entwickelt sich im älteren Nhd. ‘mit Prunk auftreten, stolzieren’, woran sich die heutige Bedeutung ‘sich durch Schönheit und Glanz auszeichnen’ anschließt. Im Nhd. gilt (durch Luther gefördert) der aus dem Nd. und Md. stammende Anlaut pr-. Herkunft ungewiß. Doch ist prangen wohl mit nahestehendem ↗Prunk, ↗prunken (s. d.) zu verbinden und für beide auf Grund einer vorauszusetzenden Bedeutung ‘laut, lärmend, prahlend reden’ lautmalender Ursprung anzunehmen. Gepränge n. ‘Prunk, Prachtentfaltung, Pomp’ (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
prangen · ↗protzen · ↗prunken

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufkleber Aufschrift Buchstabe Bundesadler Cover Eingang Emblem Firmenlogo Hakenkreuz Hauswand Konterfei Letter Logo Plakat Plakatwand Porträt Rückseite Schaufenster Schild Schriftzug Slogan Stirnseite T-Shirt Titelblatt Titelseite Totenkopf Transparent Wand Wappen unübersehbar

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›prangen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was lesen Sie, Herr Kohl? prangte als Überschrift über dem Interview.
Die Zeit, 29.03.2010, Nr. 13
Dies prangte groß auf einer Anzeige, daneben ist ein Brief abgebildet.
Die Welt, 16.12.1999
Wir brauchen einen starken und kräftigen Mann, der künftig prangen soll.
Tucholsky, Kurt: Briefmarken. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 6224
Was in der Heimat in reichen Farben prangte, hier war es gedämpft, matt.
Kubin, Alfred: Die andere Seite, München: Spangenberg 1990 [1909], S. 49
Gedruckte Zettel prangten an Häusern und Ställen, welche noch nie zu solcher Ehre gekommen waren.
Deussen, Paul: Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 30363
Zitationshilfe
„prangen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/prangen>, abgerufen am 19.05.2019.

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