prä-

GrammatikAffix
Wortbildung mit ›prä-‹ als Erstglied: ↗Präimplantationsdiagnostik · ↗Prämorbidität · ↗Präraffaelitismus · ↗Prätext · ↗präpotent
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

kennzeichnet in Bildungen mit Adjektiven (seltener mit Substantiven oder Verben) etw. als vorher, zeitlich früher liegend, erfolgend
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

prä- Bestimmungswort in zahlreichen aus dem Lat. entlehnten Zusammensetzungen wie ↗Prädikat, ↗Präfix, ↗prägnant, ↗Prälat, ↗Präludium, ↗Prämie, ↗präparieren, ↗Präposition, ↗Präsens, ↗präsidieren, ↗präventiv (s. d.), ferner Präambel, Prädestination, Präfekt, präjudizieren, Prämisse u. a. mit der Bedeutung ‘vor, voran, voraus’ (räumlich, zeitlich und übertragen). Zugrunde liegt lat. prae (aus *prai, alat. prī) Adv. ‘voran, voraus’, Präp. ‘vor, vorher, gegen, wegen’, verwandt mit lit. priẽ, proklitisch prì ‘bei, an’, aslaw. pri, russ. pri (при) Präp. und Präfix ‘bei, an, neben, zur Zeit von’, zu dem unter ↗ver- (s. d.) angeführten, vielfach erweiterten und weitergebildeten ie. *per ‘vorwärts’. Als erstes Kompositionsglied noch produktiv in wissenschaftlichen Bildungen wie prädominieren ‘vorherrschen, überwiegen’ (16. Jh.), verstärktes ↗dominieren (s. d.); prähistorisch ‘vorgeschichtlich’ (19. Jh.); Präkambrium ‘vor dem Kambrium liegender Abschnitt in der Erdgeschichte’ (19. Jh.); pränatal ‘der Geburt vorausgehend’ (20. Jh.).
Zitationshilfe
„prä-“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/prä->, abgerufen am 20.08.2019.

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