polemisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungpo-le-misch (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›polemisch‹ als Erstglied: ↗Polemik · ↗polemisieren  ·  mit ›polemisch‹ als Letztglied: ↗unpolemisch
eWDG, 1974

Bedeutung

in der Art, im Sinne einer Polemik
Beispiele:
er ist in der Presse mit interessanten polemischen Artikeln hervorgetreten
der Film wird sich polemisch mit dieser Erscheinung auseinandersetzen
die Auseinandersetzung hatte ihre polemische Schärfe verloren
angreiferisch
Beispiel:
werde nicht polemisch!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Polemik · polemisch · polemisieren
Polemik f. ‘scharfer politischer oder wissenschaftlicher, mündlich oder schriftlich ausgetragener Angriff, Meinungsstreit’, Übernahme (Anfang 18. Jh.) von gleichbed. frz. polémique, Substantivierung des Adjektivs frz. polémique ‘streitbar, aggressiv’ (in Schriftstücken), das auf griech. polemikós (πολεμικός) ‘kriegerisch, feindlich gesinnt’, einer Ableitung von griech. pólemos (πόλεμος) ‘Krieg, Kampf, Schlacht, Kriegsgetümmel’, beruht. polemisch Adj. ‘streitbar, aggressiv, scharf’ in mündlichen oder schriftlichen Äußerungen (Anfang 18. Jh.), frz. polémique (s. oben). polemisieren Vb. ‘streitbar, aggressiv argumentieren, befehden’ (um 1800).

Thesaurus

Synonymgruppe
polemisch · ↗unsachlich  ●  ↗scharf  fig. · ↗ätzend  fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
beißend · beleidigend · ↗bissig · polemisch · ↗sarkastisch · ↗satirisch · ↗scharfzüngig · schneidend · ↗schnippisch · ↗schwarzhumorig · ↗spitz · ↗spitzzüngig · ↗spöttisch · verletzend · ↗zynisch · ↗ätzend
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anmerkung Anwurf Attacke Ausfall Entgegnung Furor Pamphlet Rundumschlag Schrift Schärfe Seitenhieb Soziallexikon Streitschrift Tirade Unterstellung Unterton Verve Verzerrung Zuspitzung apologetisch demagogisch diffamierend satirisch unsachlich verletzend zugespitzt Überspitzung Übertreibung Überzeichnung überspitzt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›polemisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur selten hieb er polemisch in Richtung des politischen Gegners.
Süddeutsche Zeitung, 14.02.2002
Andererseits hieße es, von polemischen Essays zuviel verlangen, wollte man gleich eine bessere Theorie präsentiert haben.
Die Zeit, 13.02.1998, Nr. 8
Dieser lehnte sie als zu lang und zu polemisch ab.
Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 7226
Sie wurde wegen gallikanischer Tendenzen indiziert, angegriffen und polemisch ausgenutzt.
Liebing, H.: Fleury. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 5085
Den Preis fürs Überleben können wir nicht länger im Rahmen des polemischen Realitätsprinzips entrichten.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 2, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 968
Zitationshilfe
„polemisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/polemisch>, abgerufen am 20.07.2019.

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