plempern

GrammatikVerb
Worttrennungplem-pern (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

landschaftlich, umgangssprachlich seine Zeit unnütz hinbringen, vertrödeln
Beispiele:
er plempert, anstatt zu arbeiten
er hat die ganze Zeit über geplempert
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

plempern · Plempe · verplempern
plempern Vb. ‘(Zeit, Geld u. dgl.) unnütz vergeuden’, auch (landschaftlich) ‘plantschen, spritzen, müßig umhergehen, bummeln, hin und her schütteln, verspritzen’ (belegt seit 19. Jh., doch mundartlich gewiß erheblich älter), Intensivbildung zu (landschaftlich) plampen ‘(sich) hin und her bewegen, baumeln, müßig einhergehen, nachlässig arbeiten’ (16. Jh.). Dazu Plempe f. ‘etw. Baumelndes, besonders Säbel, Degen, Seitengewehr’ (17. Jh.), aber auch ‘(durch Schütteln) fades, dünnes Getränk’. Heute besonders verplempern Vb. ‘vergeuden, unnötig ausgeben, durch unvorsichtige Bewegung verschütten’ (16. Jh.), reflexiv ‘sich unüberlegt verlieben, sich in eine unpassende Verbindung einlassen’ (17. Jh.). Die Wortgruppe ist wohl bewegungsnachahmender Herkunft.

Thesaurus

Synonymgruppe
Flüssigkeit vergießen · ↗verschütten  ●  plempern  ugs. · splentern  ugs., norddeutsch · ↗verplempern  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Köln – Getränke servieren zu können, ohne zu plempern, reicht als Qualifikation in diesem Restaurant nicht aus.
Süddeutsche Zeitung, 02.01.2003
Zitationshilfe
„plempern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/plempern>, abgerufen am 18.06.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Plempe
Plektrum
Plektron
Plejaden
Pleitier
plemplem
plenar-
Plenardebatte
Plenarentscheidung
Plenarium