pleite

GrammatikAdjektiv · nicht attributiv
Worttrennungplei-te (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

salopp bankrott
a)
pleite seinkein Geld mehr haben
Beispiel:
am letzten Monatsende war ich pleite
übertragen
Beispiel:
ich bin völlig pleite (= bin am Ende, bin ruiniert)
b)
Wirtschaft
Beispiele:
pleite gehen
die Firma, das Handelshaus, Geschäft ist pleite (gegangen)
das Theater hatte pleite gemacht
nach dem Krieg war ein großer Teil der Industrie pleite (= ruiniert, zugrundegerichtet)

Thesaurus

Synonymgruppe
bankrott · illiquide · in Konkurs · ↗insolvent · pleite · ↗zahlungsunfähig
Assoziationen
Synonymgruppe
(finanziell) am Ende · (seine) Rechnungen nicht mehr (be)zahlen können · ↗bankrott · ↗insolvent · ↗mittellos · ohne Geld (dastehen) · ohne einen Cent in der Tasche · pleite · ↗zahlungsunfähig  ●  ↗abgebrannt  ugs. · ↗blank  ugs. · ↗illiquid(e)  geh.
Assoziationen
  • überschuldet  ●  (kurz) vor der Insolvenz stehen  variabel · (tief) in den roten Zahlen (stecken)  ugs., fig. · in den Miesen  ugs.
  • arm · auf öffentliche Unterstützung angewiesen · ↗bedürftig · ↗dürftig · ↗finanzschwach · ↗hilfebedürftig · ↗mittellos · ↗notleidend · ohne das Nötigste · ↗prekär · sozial schwach · ↗unvermögend · verarmt · ↗ärmlich
  • Bankrott · Bankrottfall · ↗Insolvenz · ↗Konkurs · ↗Konkursfall · ↗Ruin · ↗Zahlungseinstellung · ↗Zahlungsunfähigkeit  ●  ↗Illiquidität  fachspr. · ↗Pleite  ugs.
  • (das) Geld ist weg · kein Geld haben · kein Geld in der Tasche haben  ●  (es herrscht) Ebbe in der Kasse  fig. · keinen (roten) Heller in der Tasche haben  veraltet, fig. · nicht flüssig sein  fig. · Woher nehmen und nicht stehlen!?  ugs., Spruch · Woher nehmen, wenn nicht stehlen?  ugs., Spruch
  • (einen) finanziellen Engpass haben · Geldsorgen haben · finanziell in der Klemme sitzen · gerade nicht zahlen können · in Geldnot · in finanzieller Verlegenheit (sein) · ↗klamm  ●  (bei jemandem ist) Ebbe in der Kasse  fig. · gerade kein Geld haben  variabel · (es) gerade nicht klein haben  ugs., ironisch · auf dem Trockenen Sitzen  ugs., Redensart · bei jemandem sieht es finanziell (momentan) nicht so rosig aus  ugs., variabel · in pekuniärer Verlegenheit  geh. · knapp bei Kasse  ugs. · knapp dran  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

gegangen gehen machen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›pleite‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Macht weiter so, wenn ich den tatsächlichen Gegenwert Eurer Arbeit bezahlen müßte, wäre ich wohl schon pleite.
C't, 1997, Nr. 14
Ohne ihn wäre die Bank vielleicht schon längst pleite gewesen.
Die Zeit, 12.07.1974, Nr. 29
Am Schluß wünscht man uns höhnisch, in der von uns doch so bewunderten Marktwirtschaft nicht allzu schnell pleite zu gehen.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 181
Daß das Land längst pleite ist und in einem betrügerischen Bankrott watet, weiß jeder Mensch.
Tucholsky, Kurt: An Hedwig Müller, 29.05.1934. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1934], S. 16226
Die E-Werke werden bei dieser Regelung mit Sicherheit nicht pleite machen, denn dafür sind die Unterschiede nicht groß genug.
o. A. [be.]: Besttarife. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1978]
Zitationshilfe
„pleite“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/pleite>, abgerufen am 22.07.2019.

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