platschen

GrammatikVerb · platschte, hat/ist geplatscht
Aussprache
Worttrennungplat-schen
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
mit Hilfsverb ›hat‹
etw. platschtbesonders von sich bewegendem Wasser   etw. gibt einen hellen, kurzen, schallenden Laut von sich
Beispiele:
wenn der Regen platscht und der Sturm saust [Suderm.2,159]
er sprang ins Meer und fiel längelang platschend hin [FühmannFronten70]
am Hafen, wo die Schiffe sachte platschen [KusenbergNicht zu glauben144]
2.
mit Hilfsverb ›hat‹, mit Hilfsverb ›ist‹
an, auf, gegen etw. platschenmit einem hellen, kurzen, schallenden Lauf auf etw. auftreffen
Beispiele:
die Wellen platschten an das Ufer
der Regen platschte gegen die Fenster
Ihre nackten Füße platschten auf den Fußboden [Borchert380]
mit Hilfsverb ›ist‹
in etw. platschen
Beispiel:
jetzt platschen die schweren Taue ins finstere Hafenwasser [FrischGantenbein348]
mit Hilfsverb ›hat‹
in, durch Wasser laufen und damit helle, kurze, schallende Laute verursachen
Beispiel:
die Kinder platschten in den Pfützen
mit Hilfsverb ›ist‹
Beispiel:
die Jungen platschten durch den Bach
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

pflatsch · platsch · flatsch · Platsch · Flatsch(en) · Flatsche · platschen · plätschen · flatschen · plätschern · platschnaß
pflatsch, platsch, flatsch, Interjektion ‘plumps’, lautmalend für ein schallendes, klatschendes Geräusch (16. Jh., wohl älter); in der Doppelung (mit Sekundärablaut) plitsch-platsch. Platsch m. Flatsch(en) m. Flatsche f. ‘das Hingeklatschte, großer Fleck, (feuchter) Haufen, Klumpen, Kuhfladen, Schlag, Ohrfeige’ (17. Jh.). platschen, plätschen, flatschen Vb. ‘klatschend fallen, klatschend schlagen, im Wasser um sich schlagen, regnen, ohrfeigen’, mhd. blesten, bletschen, frühnhd. platsen (15. Jh.). Vgl. auch nl. plassen, älter plasschen ‘im Wasser rühren’, mnd. plasken ‘plätschern’ und s. ↗platzen sowie nahestehendes ↗patschen. Dazu das Iterativum plätschern Vb. ‘mit gleichmäßig klatschendem Geräusch fließen (besonders von Bächen), leicht im Wasser herumschlagen, das Wasser mit leichtem Geräusch bewegen, niederfallen (vom Regen)’ (17. Jh.). platschnaß Adj. ‘völlig durchnäßt’ (Schiller).

Thesaurus

Synonymgruppe
klatschen · ↗patschen · ↗peitschen · platschen · ↗prasseln (Regen) · ↗trommeln  ●  ↗pladdern  norddeutsch
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fenster Flosse Fuß Meer Pfütze Regen Regentropfen See Tropfen Wasser Welle auf spritzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›platschen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Füße machen auch hier, was der Rhythmus will, und plötzlich platschen frische Tropfen auf den heißen Kopf.
Süddeutsche Zeitung, 10.02.1998
Tage kommen und gehen, das Meer platscht blau und unentwegt an den Strand.
Die Zeit, 26.11.2007, Nr. 48
Ein Wirbel von Besitz platschte unvermutet in dickem Schwall über ihn herein.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 967
Ein Schub mit dem Fuß, und der Steg platschte ins Wasser.
Matthiessen, Wilhelm: Das Mondschiff. In: ders., Das Rote U, Bayreuth: Loewes 1980 [1949], S. 173
Geschwänzte, nasse Tiere platschten vom Ufer ins Wasser, und auch in den Kahnwracks schienen sich zahlreiche Wasserrattenfamilien angesiedelt zu haben.
Marchwitza, Hans: Roheisen, Berlin: Verlag Tribüne Berlin 1955, S. 17
Zitationshilfe
„platschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/platschen>, abgerufen am 16.09.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
platsch
Platooning
Platonychie
Platonismus
platonisch
plätschern
platschnaß
platt
platt machen
platt walzen