pinseln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungpin-seln (computergeneriert)
Wortbildung mit ›pinseln‹ als Erstglied: ↗Pinseler · ↗Pinsler  ·  mit ›pinseln‹ als Letztglied: ↗abpinseln · ↗anpinseln · ↗aufpinseln · ↗auspinseln · ↗bauchpinseln · ↗einpinseln · ↗hinpinseln · ↗zusammenpinseln · ↗überpinseln
 ·  mit ›pinseln‹ als Grundform: ↗bepinseln
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich etw. malen
Beispiele:
er pinselte eifrig
[der Mann, der] ruhig und freundlich Bilderchen pinselte [FalladaWolf1,101]
ein veilchenblauer Himmel wie ihn Graf Holk pinselte [DürrenmattBesuchII]
etw. streichen
Beispiele:
den Zaun frisch pinseln
die Wand muss neu gepinselt werden
er hat den ganzen Tag gepinselt
etw. schreiben
Beispiele:
etw. an die Wand pinseln
das Kind pinselte sorgfältig die einzelnen Buchstaben
Die Fünf war frisch über eine Vier gepinselt [Weiskopf4, 301]
2.
Medikamente mit einem Pinsel auf etw. auftragen
Beispiele:
den Hals, jmds. Zahnfleisch pinseln
eine Wunde mit Jod pinseln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pinsel1 · pinseln
Pinsel1 m. ‘Werkzeug mit eingesetzten Borsten zum Auftragen von Farbe’, mhd. pensel, bensel, (md.) pinsel, mnd. pinsel, mnl. pinceel, nl. penseel, mengl. pensel, pencel, engl. pencil (auch ‘Bleistift’), entlehnt aus gleichbed. afrz. mfrz. pincel (frz. pinceau). Dies geht zurück auf vlat. *pēnicellus, aus lat. pēnicillus ‘Malerpinsel, Malerei’, einer Umbildung von lat. pēniculus ‘Bürste, Schwamm, Pinsel’, eigentlich ‘Haarbüschel, Schwänzchen’, Deminutivum zu lat. pēnis ‘Schwanz’. Im Dt. setzt sich im 18. Jh. die md.-nd. Form Pinsel durch. pinseln Vb. ‘malen, Farbe aufstreichen’, mhd. pinseln.

Thesaurus

Synonymgruppe
anstreichen · ↗bemalen · ↗malen · pinseln · ↗streichen  ●  ↗malern  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Asphalt Bauch Bettlaken Buchstabe Farbe Hauswand Häuserwand Leinwand Letter Maler Markierung Mauer Parole Pflaster Plakat Strich Transparent Wand Wange anpinseln aufpinseln bauchpinseln einpinseln herum herumpinseln hinpinseln hämmern schrubben sprühen sägen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›pinseln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hier haben Künstler ihre bunten Werke direkt auf die nackten Wände gepinselt.
Bild, 25.11.1999
Als alle ihre weißen Blätter angefeuchtet haben, fangen einige sofort an zu pinseln, andere rufen nach Hilfe.
Süddeutsche Zeitung, 01.08.1995
Ständig gab es zu putzen und zu pinseln, auch am Sonnabend.
Nadolny, Sten: Selim oder Die Gabe der Rede, München: Piper 1997 [1990], S. 172
Man ist darüber höchst indigniert; an Sir Edgars Haus pinseln zwei Männer groß das Wort »Schande«.
Fath, Rolf: Werke - J. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 9240
Torsten stand auf, knipste das Licht an, ging an die Staffelei, pinselte weiter am Portrait seines Vaters.
Degenhardt, Franz Josef: Die Abholzung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1985], S. 276
Zitationshilfe
„pinseln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/pinseln>, abgerufen am 14.10.2019.

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