pennen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungpen-nen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›pennen‹ als Erstglied: ↗Penner  ·  mit ›pennen‹ als Letztglied: ↗auspennen · ↗durchpennen · ↗einpennen · ↗weiterpennen
eWDG, 1974

Bedeutung

salopp schlafen
Beispiele:
er hat am Sonntag bis 11 Uhr gepennt
Und nachts kann ich nicht mal mehr pennen [Borchert151]
Aber ich saß derweile in der Karre und pennte ein bißchen [NellFischer154]
nicht aufpassen
Beispiel:
Pennst du? Mensch, es sollen Iljuschins oben sein! Aufpassen! [NollHolt1,482]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

pennen · Penne2 · Pennbruder · Penner
pennen Vb. ‘schlafen’, umgangssprachlich (19. Jh.) aus der Gaunersprache; vielleicht zu jidd. pannai ‘müßig’, hebr. penaj ‘(freie) Zeit’, eigentlich ‘Zeit zur Muße’, wenn nicht besser Ableitung von Penne2 f. ‘Kneipe, schlechte Herberge, Schlafstelle’ (Anfang 19. Jh.), älter Benne (Mitte 18. Jh.); aus der Gaunersprache, vgl. Bonne ‘ein Haus, wo Spitzbuben ein und aus gehen’ (Ende 17. Jh.); auch stille Penne ‘Gefängnis, Zuchthaus’ (dieses nach zigeuner. štilepen ‘Gefängnis’?). Vielleicht zu jidd. bono ‘er hat gebaut’, binjan ‘Bau, Gebäude’ (hebr. binjāh, binjān). Dazu Pennbruder m. ‘Landstreicher’ (Ende 19. Jh.) und Penner m. ‘Landstreicher, Schlafmütze’ (Anfang 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
ruhen · ↗schlummern  ●  ↗schlafen  Hauptform · (sich) in Morpheus' Armen wiegen  geh. · Bubu machen  ugs., Kindersprache · an der Matratze horchen  ugs. · ↗dösen  ugs. · in Morpheus' Armen liegen  geh. · in Morpheus' Armen ruhen  geh. · ↗knacken  ugs. · ↗koksen  ugs. · pennen  ugs., salopp · ↗pofen  ugs., salopp · ↗ratzen  ugs. · ↗schnarchen  ugs.
Unterbegriffe
  • durchschlafen · gut schlafen
  • (den) Schlaf des Gerechten schlafen · (tief und) fest schlafen · schlafen in himmlischer Ruh · schlafen wie ein Baby · schlafen wie ein Bär · schlafen wie ein Murmeltier · schlafen wie ein Stein · schlafen wie ein Toter · tief schlafen
Assoziationen
Synonymgruppe
(irgendwo) schlafen · ↗(irgendwo) unterkommen · die Nacht verbringen · einquartiert sein · ↗kampieren · untergebracht sein  ●  ↗übernachten  Hauptform · (irgendwo) pennen  ugs., salopp · ↗absteigen  ugs. · ↗logieren  geh. · ↗nächtigen  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abwehr Ecke Establishment Gegentor Halbzeit Minute Pause Sekunde Sofa Standardsituation Torwart aus du einpennen hinten mal schon zweimal

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›pennen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Fünf Minuten vor dem Ende pennte die Abwehr bei einer Ecke von rechts.
Bild, 26.09.2005
Fehlt nur noch der Platz, wo man süffeln und pennen kann.
Die Zeit, 27.01.1986, Nr. 04
Manchmal habe er sich tagelang nicht in der Kreisleitung gemeldet, irgendwo draußen gepennt.
Scherzer, Landolf: Der Erste, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1988], S. 190
Vom Laufen müde, ich will Ruhe haben, auf einer Wiese pennen.
Delius, Friedrich Christian: Ein Held der inneren Sicherheit, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1981, S. 192
Der alte Piesch pennte ab sofort wieder in der Küche und soff seine Biere, Abend für Abend mehr.
Ossowski, Leonie: Die große Flatter, Weinheim: Beltz & Gelberg 1986 [1977], S. 115
Zitationshilfe
„pennen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/pennen>, abgerufen am 23.05.2019.

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