parodieren

GrammatikVerb · parodierte, hat parodiert
Aussprache
Worttrennungpa-ro-die-ren
HerkunftGriechisch
eWDG, 1974

Bedeutung

etw. in eine Parodie umwandeln, jmdn., etw. mit einer Parodie verspotten
Beispiele:
ein Gedicht, das Theaterstück parodieren
eine Mundart, jmds. Tonfall parodieren
einen Dichter, den Sänger parodieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Parodie · parodieren
Parodie f. satirische oder komische Nachbildung eines Kunstwerkes, besonders einer Dichtung, bzw. des Stiles eines berühmten Künstlers, ‘scherzhafte Nachahmung, Verspottung, Verzerrung’, Übernahme (17. Jh.) von gleichbed. frz. parodie, entlehnt aus lat. parōdia, griech. parōdía (παρῳδία) ‘eine inhaltlich ins Komische gewendete Nachahmung eines Gesanges, Liedes, Gedichtes’, eigentlich ‘Nebengesang’, Präfixbildung (s. ↗para-) mit einer Ableitung von griech. ōdḗ, aoidḗ (ᾠδή, ἀοιδή) ‘Gesang, Lied, Gedicht’ (s. ↗Ode). parodieren Vb. ‘in einer Parodie nachahmen, verspotten’ (17. Jh.), frz. parodier.

Thesaurus

Synonymgruppe
karikieren · ↗nachahmen · parodieren · ↗persiflieren · ↗verballhornen  ●  ↗nachäffen  ugs. · ↗travestieren  geh. · ↗verarschen  derb · verkaspern  ugs. · ↗veräppeln  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Genre Image Jargon Kabarettist Klischee Lust Mythos Parodie Pose Prominente Redensart Stimmenimitator als gelegentlich gerne glänzend herrlich imitieren interpretieren ironisieren karikieren kopieren paraphrasieren persiflieren selber selbst travestieren unfreiwillig variieren zitieren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›parodieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich erlaube es. ’ Das war wirklich witzig, ihn vor seinen Augen zu parodieren.
Die Zeit, 07.09.2009, Nr. 36
Aber er parodiert ihn nicht mehr, wie er es überhaupt sein läßt, irgendwelche Politiker nachzuäffen.
Süddeutsche Zeitung, 03.04.1997
Schließlich parodieren in diesen Shows Vertreter der jetzigen Zeit die Stars einer längst vergangenen Zeit.
Schröter, Heinz: Ich, der Rentnerkönig, Genf: Ariston 1985, S. 187
Peter I. scheute sich nicht, kirchliche Zeremonien zu parodieren und zu verhöhnen.
o. A.: Die Kirche im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1970], S. 2916
Die Polemik zog die allgemeine Aufmerksamkeit auf das Pamphlet, das auch parodiert wurde.
Haraszti, Emile: Grimm. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1956], S. 36248
Zitationshilfe
„parodieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/parodieren>, abgerufen am 21.05.2019.

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