ortsüblich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungorts-üb-lich (computergeneriert)
Wortbildung mit ›ortsüblich‹ als Erstglied: ↗Ortsüblichkeit
eWDG, 1974

Bedeutung

an einem bestimmten Ort üblich, gebräuchlich
Beispiele:
ortsübliche Gepflogenheiten, Bräuche
die ortsüblichen Sätze
eine ortsübliche Bekanntgabe, Sprache
etw. ist nicht ortsüblich

Thesaurus

Synonymgruppe
alltäglich · die Regel (sein) · gang und gäbe · ↗gebräuchlich · ↗geläufig · ↗gewöhnlich · ↗gängig · ↗herkömmlich · ↗häufig · kein Einzelfall · ↗klassisch · ↗konventionell · nicht selten · ↗normal · ortsüblich · tägliches Brot (sein) · verbreitet · ↗weit verbreitet · ↗weitverbreitet · zum täglichen Brot gehören · üblich  ●  an der Tagesordnung  fig. · ↗handelsüblich  fig. · man kennt das (von)  ugs., Redensart
Assoziationen
  • Trampelpfade (des Althergebrachten, bereits Bekannten o.ä.)  fig. · eingefahrene Bahnen  fig. · eingefahrene Gleise  fig.
  • allgemein verbreitet · ↗häufig (vorkommend) · ↗landläufig · ↗weit verbreitet · ↗weitverbreitet  ●  ↗prävalent  fachspr., medizinisch
  • gewöhnlich · im Normalfall · im Regelfall · in aller Regel · in der Regel · ↗landläufig · ↗standardmäßig · ↗typischerweise · von Haus aus · üblicherweise  ●  ↗normalerweise  Hauptform · für gewöhnlich  geh. · ↗gemeinhin  geh. · ↗gemeiniglich  geh., veraltend · ↗normal (Adv.)  ugs., salopp
  • (die) Mode sein · Konjunktur haben(d) · Szene... · ↗aktuell · dem Zeitgeist entsprechend · ↗gefragt · im Trend liegen(d)  ●  (...) ist das neue (...; ist der / die neue ...)  Jargon, floskelhaft · zum guten Ton gehören(d)  fig. · (voll) im Trend  ugs. · ↗Kult  ugs. · ↗angesagt  ugs. · ↗en vogue  geh., franz. · ↗hip  ugs. · hoch im Kurs stehen  ugs. · im Schwange (sein)  geh. · ↗in (betont, Emphase)  ugs., engl. · in Mode  ugs., Hauptform · ↗kultig  ugs. · ↗sexy  ugs., fig. · ↗trendig  ugs. · ↗trendy  ugs.
  • durchschnittlich · im Durchschnitt · im Mittel · ↗klassisch · so wie man ihn kennt (generalisierend) · ↗typisch  ●  im Schnitt  ugs.
  • als solcher (Attribut zu N, nachgestellt) · an sich · im Grunde · in seinem Wesen · ↗schlechthin
  • auf altbewährte Weise · der Tradition entsprechend · nach alter Schule · nach alter Väter Sitte · wie eh und je  ●  Das haben wir schon immer so gemacht.  ugs., Spruch
  • (die) Angewohnheit haben (zu) · (es sich) angewöhnt haben zu · die Gewohnheit (angenommen) haben (zu) · es gewohnt sein (zu) · es sich zu eigen gemacht haben (zu) · es sich zur Gewohnheit gemacht haben (zu) · es sich zur Regel gemacht haben (zu) · es zu seiner Gewohnheit haben werden lassen (zu) · ↗pflegen (zu tun)  ●  (auf etwas) konditioniert sein  Jargon · (etwas) gewöhnlich tun  variabel · abonniert sein (auf)  ugs., fig.
  • (schon allein) durch sein ...-Sein · als solche/r/s (Attribut zu N, nachgestellt) · an sich · im Grunde · in seinem Wesen · in seiner Eigenschaft als ... · ↗schlechthin  ●  vermöge seines ...-Seins  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitsentgelt Beeinträchtigung Bekanntmachung Benutzung Dialekt Entgelt Entlohnung Gewerbemiete Lohn Lohnniveau Marktmiete Marktpreis Miete Mietniveau Mietpreis Mietspiegel Mietwert Mietzins Niveau Nutzungsentgelt Pacht Pachtzins Preisniveau Quadratmeterpreis Tarif Tariflohn Vergleichsmiete Vergütung bekanntmachen tariflich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ortsüblich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Den Abschluß eines Toasts bildet das ortsübliche Wort für "Prosit".
Süddeutsche Zeitung, 12.01.1999
Es gelten dort, wo es diese nicht gibt, ortsübliche Löhne und Gehälter und das ist die Orientierung.
Die Zeit, 15.10.2003, Nr. 42
Für das normale Leben waren gleichsam die ortsüblichen Gottheiten zuständig.
Hagemann, Ludwig: Islam. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 658
Die Gemeinden, in denen der Plan auszulegen ist, haben die Auslegung mindestens eine Woche vorher ortsüblich bekanntzumachen.
o. A.: Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG). In: Sartorius 1: Verfassungs- und Verwaltungsgesetze der Bundesrepublik Deutschland, München: Beck 1998
Das Kleid paßt sich dem ortsüblichen Brauch an und vermeidet jeden auffälligen Putz.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 916
Zitationshilfe
„ortsüblich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/ortsüblich>, abgerufen am 20.05.2019.

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