orgeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungor-geln
GrundformOrgel
Wortbildung mit ›orgeln‹ als Grundform: ↗Orgelei
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
a)
Drehorgel spielen
b)
landschaftlich, abwertend langweilige, erbärmliche Musik machen
2.
umgangssprachlich tief und brausend, gurgelnd (er)tönen
3.
derb koitieren
4.
Jägersprache vom Hirsch   brünstig schreien
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Orgel · Drehorgel · orgeln · Organist · Orgelpfeife
Orgel f. größtes Musikinstrument, bei dem durch Tasten sowie Pedal und Luftzuführung Pfeifen in verschiedenen Klangfarben zum Tönen gebracht werden. Ahd. organa (9. Jh.), Plur. (mit Dissimilation) orgalūn (Hs. 12. Jh.), mhd. organā, organe, orgene, orgel(e) ist entlehnt aus lat. organa, dem häufig gebrauchten Plural von lat. organum ‘Musikinstrument, Pfeifen-, Orgelwerk’, auch ‘Werkzeug’, griech. órganon (ὄργανον) ‘Werkzeug, Gerät, Instrument, Sinneswerkzeug, Organ’ (s. ↗Organ). Drehorgel f. ‘Leierkasten’ (Mitte 18. Jh.). orgeln Vb. ‘Orgel spielen’, spätmhd. orgelen; auch ‘tiefe, brausende, orgelähnliche Töne hervorbringen’ (18. Jh.), vom Hirsch ‘röhren’. Organist m. ‘Orgelspieler’, mhd. organiste, mlat. organista. Orgelpfeife f. (15. Jh.); vgl. wie die Orgelpfeifen ‘der Größe nach’ (2. Hälfte 16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
brüllen · orgeln (Jägerspr.) · ↗röhren · ↗schreien
Oberbegriffe
  • Laute von sich geben

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bass Wind dröhnen herunter singen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›orgeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Motor orgelte vor sich hin, es klang nicht gut.
Die Welt, 20.12.2003
Der schaltet und tastet und orgelt, macht erstmal alles alleine.
Der Tagesspiegel, 11.08.2002
Er hielt seine Mundharmonika in die Luft und ließ sie singen und orgeln.
Hausmann, Manfred: Abel mit der Mundharmonika. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Fischer 1983 [1932], S. 197
Die Maikäfer kommen in der Dämmerzeit aus den umliegenden Birkenwäldern georgelt.
Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 352
Das Klavier im Alleingang orgelte zum Gegenrhythmus der Züge unten vor dem Haus.
Fries, Fritz Rudolf: Der Weg nach Oobliadooh, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1966, S. 199
Zitationshilfe
„orgeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/orgeln>, abgerufen am 13.11.2019.

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