obstinat

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungobs-ti-nat (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

eigensinnig, widerspenstig
Beispiele:
ein obstinater Mensch
ein obstinater Trotz, ein obstinates Schweigen
jmd. ist, benimmt sich obstinat
durch seine Einwände wurde sie immer obstinater
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

obstinat Adj. ‘eigensinnig, unbelehrbar, widerspenstig’, entlehnt (17. Jh.) aus lat. obstinātus, Part. Prät. von lat. obstināre ‘fest beschließen, beharrlich auf etw. bestehen, hartnäckig sich vornehmen’; zu lat. stāre ‘(fest) stehen, beharren’.

Thesaurus

Synonymgruppe
eigensinnig · ↗formalistisch · ↗hartnäckig · ↗starrköpfig · ↗starrsinnig · ↗unnachgiebig · ↗widerstandsfähig  ●  obstinat  lat. · ↗refraktär  fachspr. · ↗verbohrt  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber kann nicht selbst die personifizierte Güte einmal obstinat werden?
May, Karl: Winnetou IV, Berlin: Neues Leben 1993 [1910], S. 28
Sogar der obstinate Nichtwähler würde Rau wählen, wenn er sich überhaupt vorstellen mag, wählen zu gehen.
Süddeutsche Zeitung, 26.04.1995
Aber die obstinate Meute gellte mit schnappenden Fängen nur um so besessener.
Die Zeit, 13.10.1961, Nr. 42
Er hatte einen ruppigen, obstinaten Bengel vor sich, der durchaus brotlose Künste trieb, und sah seine Pflicht darin, einen Bürger aus ihm zu machen.
Schaeffer, Albrecht: Helianth I, Bonn: Weidle 1995 [1920], S. 223
Sofern der Senat wirklich obstinat war, trifft ihn die Schuld.
Heuß, Alfred: Das Zeitalter der Revolution. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 20495
Zitationshilfe
„obstinat“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/obstinat>, abgerufen am 25.04.2019.

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