neckisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungne-ckisch (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
drollig, sehr lustig
Beispiele:
ein neckisches Kind
ein neckisches Spiel, ein neckischer Mummenschanz
dem Hündlein des Tobias einen neckischen Kringel an den Schweif zu hängen [BöllBillard128]
2.
schelmisch
Beispiele:
ein neckisches Lächeln
in neckischer Stimmung
neckisch spielen
jmdn. neckisch ansehen
indem sie sich neckisch (= keck herausfordernd) in den Hüften wiegt [O. ErnstFlachsmannI 6]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

necken · Neckerei · neckisch
necken Vb. ‘jmdn. zum Scherz reizen, zum besten halten’, spätmhd. (md.) necken, neggen ‘reizen, beunruhigen, quälen, plagen’ (vgl. ahd. binecken ‘necken, herausfordern’, 11. Jh.) ist eine Intensivbildung zu dem unter ↗nagen (s. d.) behandelten nordgerm. und westgerm. Verb und bedeutet zunächst ‘plagen, quälen’; vgl. schwed. nagga ‘beißen, plagen’. Vom Omd. ausgehend, bleibt necken bis ins 17. Jh. selten und dringt erst im 18. Jh. in der Literatursprache durch. Die Auffassung ‘ernsthaft plagen, quälen’ tritt im 19. Jh. gegenüber ‘hänseln, foppen, harmlose Scherze mit jmdm. treiben’ völlig zurück. Neckerei f. ‘gutmütige Stichelei, harmloser Scherz’ (18. Jh.). neckisch Adj. ‘lustig, schelmisch, mutwillig’, mhd. (md.) neckisch ‘boshaft, tückisch’, seit dem 16. Jh. auch ‘possenhaft, zum Necken aufgelegt’.

Thesaurus

Synonymgruppe
aufreizend · ↗flott · ↗frech · ↗herausfordernd · ↗keck · ↗kess · ↗kokett · neckisch  ●  ↗fesch  ugs., süddt.
Assoziationen
Synonymgruppe
affig · ↗albern · ↗dämlich · ↗lachhaft · ↗lächerlich · ↗läppisch · neckisch · nicht ernst zu nehmen · ↗närrisch · unfreiwillig komisch  ●  (jemandem) zu blöd  ugs. · ↗blöd  ugs. · flachsinnig  ugs. · pillepalle  ugs. · ↗ridikül  geh., veraltend · zum Piepen  ugs. · zum Schreien  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Accessoire Anspielung Geste Lächeln Pose Spiel Spielchen Spielerei Spruch Tanz Titel Treiben Wortspiel Zopf allerlei bloß klingen lachen mal nett

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›neckisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vermutlich werden sich die Hörer in Konzerten neckisch lächelnd bei den Händen fassen.
Die Welt, 06.07.2002
Zum Schluss bettet sie sich bäuchlings ins Gras und blickt neckisch in die Kamera.
Süddeutsche Zeitung, 02.05.2000
Eine ziegelrote frische Wunde klaffte neckisch in dem erstorben gescholtenen Bau.
Gütersloh, Albert Paris: Sonne und Mond, München: Piper 1984 [1962], S. 59
Die Mädchen lächelten, sie blieben neckisch, sie hielten sich neckisch die kleinen Schleier vor.
Koeppen, Wolfgang: Tauben im Gras. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1951], S. 172
Wenn er ihn dann in der Hand hat, ist damit das neckische Spiel zwar zu Ende, aber der Schreck ist groß.
Volkland, Alfred: Überall gern gesehen. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1941], S. 22822
Zitationshilfe
„neckisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/neckisch>, abgerufen am 18.10.2019.

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