necken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungne-cken
Wortbildung mit ›necken‹ als Erstglied: ↗Neckball · ↗Neckerei
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
durch scherzende, spottende, stichelnde Bemerkungen, Anspielungen o. Ä. seinen Scherz mit jmdm. treiben
2.
quälen, peinigen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

necken · Neckerei · neckisch
necken Vb. ‘jmdn. zum Scherz reizen, zum besten halten’, spätmhd. (md.) necken, neggen ‘reizen, beunruhigen, quälen, plagen’ (vgl. ahd. binecken ‘necken, herausfordern’, 11. Jh.) ist eine Intensivbildung zu dem unter ↗nagen (s. d.) behandelten nordgerm. und westgerm. Verb und bedeutet zunächst ‘plagen, quälen’; vgl. schwed. nagga ‘beißen, plagen’. Vom Omd. ausgehend, bleibt necken bis ins 17. Jh. selten und dringt erst im 18. Jh. in der Literatursprache durch. Die Auffassung ‘ernsthaft plagen, quälen’ tritt im 19. Jh. gegenüber ‘hänseln, foppen, harmlose Scherze mit jmdm. treiben’ völlig zurück. Neckerei f. ‘gutmütige Stichelei, harmloser Scherz’ (18. Jh.). neckisch Adj. ‘lustig, schelmisch, mutwillig’, mhd. (md.) neckisch ‘boshaft, tückisch’, seit dem 16. Jh. auch ‘possenhaft, zum Necken aufgelegt’.

Thesaurus

Synonymgruppe
hänseln · necken · ↗plagen · ↗quälen · ↗sticheln · ↗traktieren · zu schaffen machen · ↗zusetzen  ●  zwicken und zwacken  fig. · auf die Schippe nehmen  ugs. · ↗aufziehen  ugs. · ↗piesacken  ugs. · ↗triezen  ugs. · utzen  ugs. · ↗uzen  ugs. · ↗vexieren  geh., veraltet · ↗ärgern  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bruder Paar Tier gegenseitig gern gerne lachen lieben liebevoll locken necken streiten ärgern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›necken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber soll ich nicht sagen, was sich liebt, das neckt sich.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 28.01.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
In jener Stunde necken ihn die Kinder nicht wie sonst.
Toller, Ernst: Eine Jugend in Deutschland, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1985 [1933], S. 18
Man ist gut befreundet, man verbringt viel Zeit miteinander - und man neckt sich hier und da.
Die Welt, 09.09.2005
Sie mochte es, geneckt zu werden, und sie lästerte und krittelte auch selber gern.
Der Tagesspiegel, 04.07.2003
Es wäre ihm aber niemals eingefallen, seine Frau mit derlei zu necken.
Boy-Ed, Ida: Vor der Ehe. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1915], S. 3079
Zitationshilfe
„necken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/necken>, abgerufen am 19.10.2019.

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